Sagehorner Bürger diskutieren neuen Bahn-Haltepunkt

Parkplatz-Probleme

Ortsvorsteher Günter Block-Osmers war Versammlungsleiter im Oytener Rathaus. Foto: Elke Keppler-Rosenau
 ©

Oyten (kr). Wie der neue Haltepunkt der Bahn im Ortsteil Sagehorn aussehen soll, ist noch nicht klar. Werden zwei Parkplätze benötigt, will man sich mit dem bereits abgelehnten Lärmschutz zufriedengeben? Wer trägt welche Kosten? Und wer ist für was zuständig? Das sind Kernfragen, die die Sagehorner Bürger seit längerer Zeit umtreiben und für deren Klärung sie sich kürzlich im Oytener Rathaus versammelt hatten, nachdem im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens im November 2017 dort die Pläne der Bahn ausgelegt waren. Auf Stellwänden wurden alle Wünsche aufgelistet und die Ortsvorsteher hießen alle Vorschläge willkommen.

Zahlreiche Sagehorner Bürger, die sich zu einer dörflichen Initiative zusammengeschlossen hatten, waren anwesend und stellten die Ausgestaltung des neuen Haltepunktes zur Diskussion, um die Bahn mit konkreten Forderungen zu konfrontieren, wenn die Planungen in die Phase der Umsetzung gehen sollen.

Ortsvorsteher Günter Block-Osmers, Reinhard Lueßen und Hermann Wahlers von der Initiative hatten eingeladen, um den Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich mit Ideen einzubringen, Wünsche und Vorstellungen zu äußern, wie das Umfeld des neuen Haltepunktes aussehen könnte und sollte, was tolerierbar und was auf keinen Fall für Sagehorn in Frage kommen sollte. „Äußern Sie sich, lassen Sie uns wissen, wie ihre Vorstellungen sind“, ermunterte Block-Osmers die Sagehorner, die sich teilweise mehrfach zu Wort meldeten.

Die Parkplatzgestaltung beschäftigte viele und ebenso die Frage, ob wirklich zwei Anlagen auf beiden Seiten der Gleise notwendig seien. Die Geräuschentwicklung, der an- und abfahrenden Autos seien schon eine enorme Belastung für die Anwohner und auch für jene, die an den Zufahrtsstraßen wohnen würden. Manche Wortmeldungen sprachen sich für einen Parkplatz auf der Südseite, manche für nur einen auf der Nordseite aus.

Der Garten der „Villa Rotstein“, deren Schicksal noch ungeklärt ist, kam dabei ebenfalls ins Gespräch. Der alte Baumbestand auf dem Grundstück sollte auf jeden Fall erhalten bleiben. Das sei ortsprägend für Sagehorn, hieß es.

Darüber hinaus befürchteten die Sagehorner wildes Parken im Schwarzen Weg und auf der Heide, wenn den Bahnkunden die Wege zum Haltepunkt zu weit seien. Der Schwarze Weg sei ohnehin viel zu schmal, um den aufkommenden Verkehr zu bewältigen, hieß es.

Auf keinen Fall sollten die Parkflächen mit billigem Schotter belegt werden. Eine Pflasterung sei gewünscht, so hieß es.

Darüber hinaus müsse man an den Anspruch der Barrierefreiheit denken, wobei gleich mehrere Fahrstühle vorgeschlagen wurden, was aber gleich wieder verworfen wurden, weil Beispiele in den Nachbarkommunen keine guten Erfahrungen damit gemacht hätten. Dazu seien die Fahrstühle teuer in der Anschaffung, aufwendig in der Wartung und Reinigung und überaus störanfällig.

Fahrradboxen oder Fahrradständer, elektronisches Parkleitsystem, Sicherheitsüberwachung durch Security, die Liste der Wünsche der Anwohner war lang.

Block-Osmers machte diesbezüglich jedoch klar, dass die Bahn mit Sicherheit eine Spar-Version finanzieren würde, und man dann sehen müsse, was von der Gemeinde ermöglicht werden könnte, was auch die Erkenntnis mit sich brachte, dass es nicht allen recht gemacht werden könne.

13.07.2020

In Krieg und Frieden

03.07.2020

Kettensäge und Kreativität

24.04.2020

Frühlingsbilder

08.03.2020

Sportabzeichen Übergabe Sottrum