Oytener Judoka Andreas Wöhl holt Titel in Maintal

Deutscher Meister mit 64

Der 64-jährige Manfred Wöhl, der seit drei Jahren in Oyten trainiert, wurde jüngst in Maintal deutscher Judo-Meister.
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Oyten (r/bb). Jüngst fanden in Maintal bei Frankfurt die deutschen Judo-Meisterschaften Ü30 statt. Drei Teilnehmer aus Oyten waren dabei am Start: Andreas Wöhl (64 Jahre), Manfred Schwarzer (48) und Andreas Pajer (54). Als Betreuer war Dominik Pajer mitgereist.

In der am stärksten besetzten Gewichtsklasse hatte Schwarzer ein schweres Los. Angeschlagen nach einer Grippe gelang ihm am Ende ein Sieg mit Haltegriff in der Trostrunde. In den beiden Hauptrundenkämpfen ging Schwarzer leer aus. „Platz sieben auf der deutschen Meisterschaft kann sich sehen lassen“, befand Judolegende Andreas Pajer, der den Wettkampf selbst mit einem Freilos begann.

In der zweiten Runde musste er sich gegen den haushohen Favoriten und Ex-Europameister Andreas Arndt aus Bayern messen. Pajer bemängelte nach dem Kampf, dass die Kampfrichter nicht auf seiner Seite waren. „Jegliche druckvollen Angriffe zwangen Arndt zum Raustreten aus der Matte. Normal bekommt Arndt eine Bestrafung. Doch alle Angriffe meinerseits wurden als ,Rausschieben' gewertet.“ So kam es, für Pajer unverständlich, zehn Sekunden vor Schluss zur dritten Strafe, was zur Disqualifikation führte. Enttäuscht verließ Pajer die Matte und befand: „Heute wäre der Tag zum Siegen gewesen.“

Das gelang Pajer dann im Kampf um Platz drei. Dort siegte der Oytner Judoka mit Schulterbeinwurf „Tai Otoshi“ gegen Romano Schipp aus Lübeck und holte sich so die Bronzemedaille.

Dritter Kämpfer im Bunde war Andreas Wöhl aus Rotenburg. „Wöhl trainiert seit drei Jahren regelmäßig in Oyten gegen weitaus jüngere Judoka und hat an seiner Taktik gearbeitet“, erklärt Pajer.

Nach vier harten Kämpfen, die er alle bemerkenswert und mit Haltegriff und Schulterwürfen „Seio Nage links“ gewann, wurde er Deutscher Meister. Trainer Pajer war großen Lobes für sein Schützling: „Andreas hat es vollkommen verdient. Er zeigt tolles Judo und ist in dieser Form auch international einer der Besten. Die Europameisterschaften Ende Juli auf Gran Canaria warten schon.“

Auch der dritte von Pajer betreute Judoka Yannick Ntyame (40) von Asahi Bremen wurde Deutscher Meister nach ebenfalls vier vorzeitigen Siegen.

Samstag, 27. April, kämpft Enjoy Judo dann beim großen Heimkampftag in der Bremer Unihalle.

Autor

Björn Blaak Björn Blaak
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