Ökumenekreis Oyten besucht Haus der Religionen

Blick über den Tellerrand

Mitglieder des Ökumenekreis Oyten sahen sich im Haus der Religionen in Hannover um.
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Oyten (r/bb). Der Ökumenekreis Oyten hatte sich für die neue Saison vorgenommen, einmal über den christlichen Tellerrand hinauszuschauen. Nachdem in der Vergangenheit viele innerchristliche Themenfelder angesprochen wurden, sollten nun Exkursionen zu anderen Religionsgemeinschaften unternommen werden, so Diakon Hendrik Becker vom Familiengarten in Oyten. Die erste Exkursion führte dreizehn Oytener Interessierte jüngst in das Haus der Religionen nach Hannover.

„Durch die Arbeit mit geflüchteten Menschen war seitens der Ehrenamtlichen aus beiden Kirchen in Oyten einerseits ein großes Interesse an Hintergründen zu anderen Religionen gewachsen, andererseits der Wunsch nach Ideen für die Zusammenarbeit und Begegnung aufgekommen“, heißt es in einer Pressemeldung aus dem Familiengarten.

Die Teilnehmer der Reise würden im „Haus der Religionen“ in der Hannoveraner Südstadt in Empfang genommen. „In einer Großstadt wie Hannover sei der Bedarf an Kommunikation zwischen den vielen Religionen sehr groß“, hieß es dort. Die jüngsten Terroranschläge aus religiösen Motiven oder an Menschen mit anderem Glauben sei immer auch ein Anschlag auf alle Religionen gewesen und habe immer große Betroffenheit und Unverständnis ausgelöst. Das Haus der Religionen sei da stets als Kompetenzzentrum zur Bewältigung der Trauer tätig geworden. „Es werde auch viel von Schulen angefragt“, heißt es außerdem aus dem Haus der Religionen, dem das Reden miteinander und der respektvolle Umgang „auf Augenhöhe“ zwischen den Religionsgruppen wichtig sei.

Der Verein und die Veranstaltungen werden möglichst religionsübergreifend durchgeführt. Es geht um Bildungsarbeit, bis hin zu Themen wie Umweltschutz aus Sicht der Religionen. Ulrike Duffing, Diplom Religionspädagogin im Haus der Religionen stellt fest, dass es meistens die christlichen Besuchergruppen seien, die wenig über ihre eigene Religion wüssten. „Kinder sind stets überrascht, dass alle Religionen trotz ihrer Unterschiede prinzipiell tolerant seien und ein klares Bekenntnis zur Würde des Menschen hätten“, so Duffing weiter.

Die Oytener Ökumenegruppe konnte nach zweieinhalb Stunden mit vielen Eindrücken die Rückreise antreten. Eilig hatte man es indes nicht; der Hunger führte sie noch in ein Restaurant.

Autor

Björn Blaak Björn Blaak
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