NDR bringt Bogenabteilung des SV Mühlentor ins TV

Live aus Schaphusen

Durften ihren Sport in der Sendung "Mein Nachmittag" präsentieren: die Bogenschützen des SV Mühlentor. Foto: Elke Keppler-Rosenau
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Schaphusen (kr). Er ist mit seinen 16 Jahren als Sportler ein Star mit internationaler Anerkennung: Matthias Potrafke. Bogenschütze des Schützenvereins Mühlentor in Schaphusen. Jüngst bei der Weltmeisterschaft in den USA als 17. platziert, kurz zuvor bei einem Preiswettbewerb in Las Vegas wurde er sogar Siebter – überall, wo der deutsche Bundeskader antritt, ist der Zehntklässler vom Achimer Ratsgymnasium dabei, und räumt ab. Olympia ist sein nächstes Ziel und natürlich will er auch dort vorne dabei sein, wenn nicht sogar unter den ersten Drei. Am Montag reiste der NDR mit einem Großaufgebot an Technik, fünf Wagen und 18 Mitarbeitern nach Mühlentor, um im Rahmen der Sendung „Mein Nachmittag“ live vom Training zu berichten.

Ralf Lundelius, erfolgreicher Bogenschütze im Mühlentor und Teilnehmer an der deutschen Meisterschaft 2008, hatte den Kontakt hergestellt und die Weichen für den Fernsehauftritt gestellt.

Für Matthias Potrafke ist das Spektakel um ihn herum nichts Ungewöhnliches. Er handelte das Training cool ab, trug dabei sein Deutschland-Trikot, ließ sich filmen, stand für ein Porträt zur Verfügung und zeigte allen, was Treffsicherheit bedeutet. „Ich stehe seit 2008 vor der Scheibe“, sagte der Ausnahesportler, der Schule und Sport gut miteinander vereinbaren kann. „In der Schule läuft es ganz gut. Ich stehe im Durchschnitt auf drei. Die Schule trägt meinen Sport voll mit. Ich kann immer vor- und nachholen, dafür bin ich in der ganzen Welt unterwegs“, verrät er. Dabei sind nicht nur die Wettbewerbe im In- und Ausland zeitaufwendig, auch das Training, viermal pro Woche, ist es. 1.000 Pfeile müssen verschossen werden. Der Nachweis darüber muss verbindlich online erbracht werden, wegen der vorgeschriebenen Trainingszeiten. Dazu kommt ausdauerndes Laufen und Krafttraining, was ein volles Tagespensum ausmacht. Aber es macht ihm Spaß, mit dem Nationalkader, der eigene Trainer hat, unterwegs zu sein. Bei den Reisen, deren Kosten der Deutsche Sportbund trägt, bleiben die Eltern zu Hause. Sorgen machen sie sich dabei nicht. Ihr Filius ist recht selbstbewusst und eigenständig. Für alle anderen aktiven Bogenschützen im Mühlentor war der Aufmarsch des Fernsehens doch eher ungewöhnlich. Die Sparte Bogenschießen, übrigens geleitet von Manuela Potrafke, Mutter von Matthias, der von seinem Vater André gecoacht wird, ist die Vorzeigesparte des Schützenvereins. Der traditionelle SV Mühlentor, unter dem Vorsitz von Johann Bollmann hat die Zeichen der Zeit, nachdem die Mitgliederzahlen rückläufig sind, früh erkannt. Beim Aufbau der Bogensparte wurde explizit darauf hingearbeitet, den Schießsport so attraktiv und zeitgemäß wie möglich zu gestalten, junge Mitglieder zu interessieren und zu halten. „Dass wir jetzt so einen Star in unseren Reihen haben, macht uns natürlich sehr stolz“, sagte Bollmann am Rande des Geschehens und auch Matthias Eltern, beide engagierte Bogensportler, äußerten sich voller Stolz über ihren Sohn.

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