Motorradfreunde treffen sich auf dem Backsberg - Von Elke Keppler-Rosenau

Leidenschaft Rickman

Gabriela Niedzwiedz zeigte beim Motorradtreffen ihre Rickman Metisse. Fotos: Tobias Woelki
 ©

Oyten. Rickman-Fahrer sind Individualisten, mehr noch als andere Motorradbegeisterte. Das sahen Interessierte am Wochenende auf dem nunmehr 34. Rickman-Treffen, das erneut Herbert Streithoff auf dem Backsberg veranstaltete.

Wie in den Jahren zuvor reisten viele Rickman-Freunde aus dem gesamten Bundesgebiet an. Herbert Streithoff war von der Resonanz begeistert: „Über den Tag verteilt sind 200 Rickman und Motorräder anderer Marken wie Triumpf eingetroffen“, freute sich der Organisator, bei dem nun zum wiederholten Male die Fäden für das Rickman-Treffen zusammenliefen.

Mancher hat bislang noch keines der das jährlichen Stelldicheins der Rickman-Enthusiasten ausgelassen, andere reisten das erste Mal an – wie Manfred Neu aus Schwalbach im Saarland. Als Teilnehmer mit der weitesten Anfahrt von 600 Kilometern tourte er mit einer Rickman Honda zum Backsberg. „1976 habe ich sie mir gekauft. Und bin in den folgenden sieben Jahren 128.000 Kilometer damit gefahren. Dann erlitt ich mit dem Motorrad einen Unfall in England. 25 Jahre habe ich die Maschine nicht angefasst. 2018 habe ich sie erneut zugelassen. Und seitdem fahre ich sie wieder“, erklärt Neu.

Gabriela Niedzwiedz aus Syke und ihr Mann tourten mit Triumpf-Maschinen zum Backsberg. „Wir sind Stammgäste. Wir kommen gerne her, weil wir viele Bekannte treffen und es immer eine schöne Atmosphäre ist“, sagt Niedzwiedz.

So schwelgten die Rickman-Freunde, die sich wie eine große Familie fühlen, in Erinnerungen und von ihren Maschinen. Denn Rickman baute in den 70er Jahren gute Fahrwerke. Den Motor mussten sich die Fans von einem anderen Hersteller zukaufen. So baute ein Rickman-Fahrer, handwerkliches Geschick vorausgesetzt, seine Maschine individuell zusammen.

Die Produktion der Rickman-Spezialfahrwerke in England ist seit Jahren eingestellt. Die letzte Rickman lieferte der Hersteller Ende der 80er-Jahre aus. Die Rickman-Fahrwerke kamen in einer Zeit ganz stark auf, als Japaner damit anfingen, großzügige Vierzylinder-Motoren zu bauen, aber die Rahmen nicht den Anforderungen genügten.

„Die Gebrüder Rickman aus England bauten gute Fahrwerke und brachten damit die Leistung der Motoren auch auf die Straße“, berichtete Streithoff. Der Organisator schildert: „Anfangs als Abendveranstaltung gedacht, wird das Treffen inzwischen immer mehr zu einer Nachmittagsveranstaltung. Die Leute kommen her, tauschen sich aus, um am Abend wieder zu fahren. Das war vor einigen Jahren noch anders. Da übernachteten viele Teilnehmer auf dem Gelände.“ Und Streithoff kündigt an: „Im kommenden Jahr feiern wir unser 35. Treffen richtig groß.“

11.09.2019

Erntefest Wittkopsbostel

09.09.2019

Erntefest Bassen

08.09.2019

Erntefest Hellwege

08.09.2019

Erntefest Reeßum