Morgen: Bürgerversammlung zu Oytens Ortsmitte

Leben am Lidl

So stellt sich das Planungsbüro das Entru00e9e zu Oytens Ortsmitte vor. Animation: artbau-novus
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Oyten. Am morgigen Donnerstag, 7. November, lädt die Gemeindeverwaltung ab 18 Uhr zu einer Bürgerversammlung in das Schützenhaus in der Jahnstraße ein. Thema des Abends soll die „Neue Ortsmitte“ sein.

Dort, wo früher mal ein Aldi stand, soll nun der gefühlte Ortskern Oytens entstehen. Wohnbebauung, Gewerbe und Dienstleistungszentrum sind für das Areal zwischen Haupt- und Jahnstraße geplant. Viel diskutiert wurde das Bauvorhaben bereits. Anwohner hatten eine Bürgerinitiative gegründet, die den Entscheidungsträgern im Rathaus ihre Meinung und ihre Sicht der Dinge nahebrachte. Viel Kritik hagelte es vor allem deshalb, weil dort, im neuen Herzen des Ortes, ein Lidl entstehen soll. Mit dieser Entscheidung wollten sich Teile der Anrainer nicht abfinden. Sie fürchten, dass es viel Verkehr und somit vermehrten Lärm in dem neuen und in den angrenzenden Vierteln geben wird.

Diese Bedenken kann die Gemeindeverwaltung tatsächlich nicht von der Hand weisen, hat aber versucht, einige der Kritikpunkte zu entschärfen. Ganz besonders das Entrée zu dem neuen Viertel wurde noch einmal grundsätzlich überdacht. So soll von der Hauptstraße kommend ein rund einhundert Meter langer, baumgesäumter Weg hineinführen. Rund ein Drittel der Fläche soll als Straße, zweidrittel als Grünfläche, Rad- und Fußweg dienen. „Das wertet die Maßnahme auf“, findet Wolfgang Röttjer aus dem Fachbereich Bauen und Planung. Auch der Lidl-Parkplatz soll um rund 15 Abstellmöglichkeiten kleiner werden, was zur Folge hat, dass er weiter weg von der Grundschule beginnt.

Ein weiterer Kritikpunkt der Initiative waren mögliche Fällungen von Bäumen. Ganz ohne wird es laut Aussage von Röttjer tatsächlich nicht gehen. Von den dort gewachsenen 31 Bäumen sollen acht gefällt werden. Aber, so Röttjer, sei der Investor verpflichtet worden, für jeden gefällten Baum, drei neue zu pflanzen. Wo, wurde allerdings bisher nicht abschließend geklärt. Auch der Wall zur Jahnstraße soll erhalten bleiben, damit die Rückseite des Discounters, zumindest teilweise, verdeckt wird.

Die Höhe der Wohnhäuser, bestehend aus Eigentums-, Miet- und Sozialwohnungen, wurde auch im Nachgang nicht geändert und misst sich 13.5 Meter.

Auch für den von Anwohnern befürchteten „Parkdruck“ in der Jahnstraße, glaubt die Gemeindeverwaltung, eine Lösung gefunden zu haben. Zum einen werde dem Discounterbetreiber das Versprechen abgerungen, dass dessen Parkfläche auch Anwohnern und deren Gästen zur Verfügung stehe, ohne dass sie dafür zur Kasse gebeten werden, und zum anderen sind Parkverbotszonen in der Jahnstraße im Gespräch.

Auf der Bürgerversammlung sollen nun nicht nur die neuesten Pläne präsentiert werden, sondern auch weitere Bedenken der Bürger gesammelt und möglicherweise auch ausgeräumt werden.

In diesem Zusammenhang ruft auch die „Bürgerinitiative Neue Ortsmitte Oyten“ um Joachim Strobach alle Bürger auf, an der Veranstaltung teilzunehmen. „Viele Bürger hatten ja schon in Workshops, während verschiedener Einwohnerfragestunden und der Bürgerinformation im Mai Anregungen, dringende Fragen und Kritik vorgetragen.“ Die jetzt vorgesehene Präsentation des Vorhabens biete die wahrscheinlich letzte Möglichkeit, auf die Planungen Einfluss zu nehmen, so Strobach gegenüber der Rundschau.

Das große Ganze wird dadurch aber wohl nicht mehr ins Wanken geraten. Auch die Discounter-Gegner werden sich damit abfinden müssen, dass das Leben am, mit und um Lidl ab 2020 Stück für Stück zur Realität wird, auch wenn die Verträge bisher nicht unterschrieben sind. Den Baubeginn taxiert Röttjer auf „Spätsommer 2020“. Eine neue Kreuzung soll bereits ab März des kommenden Jahres umgesetzt werden. Die neuesten Planungsunterlagen sind bereits jetzt auf www.oyten.de einzusehen.

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