Matthias Potrafke auf der Weltmeisterschaft in USA

Erfolg- und lehrreich

Matthias Potrafke zeigte auf der WM in den USA sein Können. Foto: NSSV E. Frerichs
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Schaphusen (r/bb). Anfang Januar hatte es der Mühlentorer Bogner Matthias Potrafke auf der internen Qualifikation der deutschen Nationalmannschaft in Kienbaum geschafft, sich für die Weltmeisterschaft in der Halle in Yankton/Southdakota (USA) zu qualifizieren. Als lehrreiche Zugabe durfte er eine Woche vorher noch in Las Vegas auf dem weltweit größten Bogenturnier (The Vegas Shoot) mit rund 3.500 Startern als Mitglied des Nationalteams an den Start gehen.

„Ein großer Dank geht an das Gymnasium am Markt in Achim, welches Matthias ermöglicht, nach Absprache mit der Schulleitung, seinen Leistungssport und die Schule in Einklang zu bringen“, so Bogensportleiterin des SV Mühlentor Manuela Potrafke.

In Las Vegas startete Matthias für den DSB in der Kadettenklasse. Es wurden drei Wettkämpfe mit je 30 Pfeilen verteilt an drei Tagen geschossen. „Das klingt erst einmal nach wenig, bedarf aber eine hohe mentale Stärke, da sich der Wettkampf über diesen Zeitraum hinzieht“, so Manuela Potrafke. Am ersten Wettkampftag konnte ihr Sohn ganz oben mitmischen. Am Ende lag der Mühlentorer mit sehr guten 288 Ringen auf dem dritten Rang, nur einen Ring hinter Platz eins. Am zweiten Wettkampftag lief es für den Potrafke-Spross nicht ganz so erfolgreich, mit 273 Ringen landete er auf dem neunten Platz. Am dritten Tag schaffte er dann wieder 283 Ringe. Das langte in der Endabrechnung für Rang sieben. Doch erst dann wurde es richtig wichtig: Die Weltmeisterschaft in Yankton stand an. Dort startete der junge Potrafke in der Klasse „Recurve Junior Men“ im Einzel für Deutschland. Es wurden 60 Pfeile in zwei Durchgängen, und danach die Finalrunden geschossen. In der Qualifikationsrunde schaffte Matthias es mit 563 Ringen auf den 18. Platz, was den Einzug ins 1/16-Finale bedeutete. Dort schied er gegen Treton Cowel aus den USA mit 6:2 Punkten aus. Dennoch: „Dies ist ein beachtliches Ergebnis, zumal es sein erster Einsatz auf einer Weltmeisterschaft war. Als Athlet gilt es erst einmal zu realisieren, dass dort nur die Weltspitze startet, und man als Sportler eben in derselben angekommen ist“, so die Bogensportleiterin aus Schaphusen. Nach dem Rückflug wieder zuhause angekommen, ging es gleich den nächsten Tag wieder zur Schule, wo er zwei versäumte Wochen Schulstoff aufholen musste, um die nächsten Klausuren zu schreiben. Anfang März ging es dann Richtung Solingen zur deutschen Meisterschaft. Das Wochenende stellte den Abschluss der Hallensaison des Sportjahres 2018 dar. Potrafke ging für seinen Heimatverein an den Start. Im ersten Durchgang schaffte es Matthias mit 292 von möglichen 300 Ringen, seine persönliche Bestmarke im Wettkampf einmal mehr nach oben zu verlagern. Im zweiten Durchgang reichte es noch für 285 Ringe. Mit dem Gesamtergebnis von 577 Ringen holte sich Matthias Potrafke zum zweiten Mal den Deutschen Meistertitel in der Halle, mit neun Ringen vor seinem Nationalkaderkollegen Jonathan Vetter vom SGi Ditzingen. Darüber freut sich nicht nur der Athlet selbst, sondern auch das ganze Team des SV Mühlentor, welches seinen Beitrag dazu leiste: Manuela Potrafke als Betreuerin und Mentalcoach, André Potrafke als Trainer beim SV Mühlentor sowie der Vorstand des Vereines, der optimale und individuelle Trainingsmöglichkeiten ermögliche. Beim SV Mühlentor hat für die Bogenschützen inzwischen die Vorbereitung für die Freiluftsaison begonnen. Das nächste Bogenturnier für Matthias Potrafke steht am Ende März in Antalya (Türkei) an.

Autor

Björn Blaak Björn Blaak
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