Mahnwache für Fukushima

„Nicht vergessen“

"Vergesst Fukushima 2011 nicht", war die Botschaft dieser Mahnwache in Oyten Foto: Elke Keppler-Rosenau
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Oyten (kr). 11. März 2011. In drei Reaktoren des Fukushima Daiiki Kernkraftwerkes im Norden Japans findet nach einem schweren Erd- und Seebeben eine fatale Kernschmelze statt. Radioaktive Stoffe traten in großen Mengen aus. Einmal freigesetzt, verseuchten und zerstörten sie weite Gebiete rund um Fukushima. Die Bevölkerung musste evakuiert werden. Menschen verloren ihre Heimat und konnten bis heute nicht an ihre Wohnorte zurückkehren. Zwar will derzeit die japanische Regierung eine kontrollierte Rückkehr erlauben, Sperrzonen aufheben, Nuklearexperten raten aber dringend davon ab.

Aufräumarbeiten dauern bis heute an und ein Ende ist nicht absehbar. Natürlich gibt es immense Folgeschäden für Menschen, Tiere, Natur und Umwelt. „Aber sieben Jahre sind eine lange Zeit und die Leute vergessen gerne und schnell. Es gibt im Moment ja so viel anderes, was passiert und ständig kommt etwas Neues hinzu“, informierte das Ehepaar Arenholz. Seit sechs Jahren erinnert das Oytener Ehepaar mit einer Mahnwache im Oytener Ortskern an die Katastrophe, die zwar weit weg von Deutschland stattgefunden hat und in dieser Form hier nicht stattfinden würde, weil es keine See- und Erdbeben gibt. Dennoch gehe von Atomkraft jeglicher Art für Menschen eine Bedrohung aus, der in unseren Breiten viel zu wenig Beachtung geschenkt wird, findet das Ehepaar.

Am vergangenen Samstag versuchten die Arenholz’ Aufmerksamkeit für Fukushima und seine Folgen mit der schon traditionellen Mahnwache auf sich zu ziehen, aber das Interesse der Bürger war relativ gering, was zum großen Teil dem schlechten Wetter geschuldet war. Die Gefahr würde nicht kleiner werden, nur weil die Menschen sie ignorieren würden, informierten Arenholz. Sie finden, dass allein das beunruhigende politische Kräftemessen der USA und Nordkorea müsse die Welt längst in Alarmbereitschaft versetzen. Es müsse doch klar sein, dass die ganze Welt auf einem Pulverfass sitzen würde, das sowohl durch politischen Übermut und Beratungsresistenz, als auch durch technische Fehler jederzeit explodieren könne.

Es sei unerlässlich, sich mit diesen Problemen zu beschäftigen, denn trotz des gewollten Atomausstiegs in Deutschland, ginge dieser viel zu langsam voran, die Müllfrage sei nicht geklärt und der Blick über die Landesgrenzen, zum Beispiel ins nahe gelegene Frankreich, wo immerhin fast 60 Atomkraftwerke am Netz seien, könne nicht ignoriert werden, so das Ehepaar.

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