Lese-Projekt trifft auf offene Ohren

Oytinchen liest

Der im Herbst aus dem Amt scheidende Manfred Cordes gab bei "Oytinchen liest" für dieses Projekt möglicherweise seine Abschiedsvorlesung. Foto: Elke Keppler-Rosenau
 ©

Oyten. Bürgermeister Manfred Cordes hat viele positive Eigenschaften. Eine davon ist, dass Kinder ihm zuhören. So auch vergangene Woche beim beliebten Leseförderprojekt „Oytinchen liest“, das seit sieben Jahren künftigen Schulkindern Lust auf Bücher machen soll.

Ein bunter Mix aus Demnächst- Schülern aller Oytener Kitas, aber auch einige kleinere Kinder, erstmalig dabei, die Kita Oyter Mühle, waren zu einem vergnüglichen Vormittag im Oytener Rathaus zusammengekommen. Ins Leben gerufen wurde diese Leseförderung von der pädagogischen Fachberaterin für Kitas, Gudrun Schütte, und seinerzeit durch Landesmittel gefördert. Die fließen inzwischen nicht mehr, weswegen sich die Gemeinde Oyten veranlasst sah, diese Leistung selbst zu übernehmen.

Die Oytener Selbstständigen stellen alljährlich ihr Logo, das Oytinchen, zur Verfügung. Die Koordination von „Oytinchen liest,“ liegt in den Händen von Gisela Wöbse-Vogel aus Rotenburg, die viele Jahre als Erzieherin in der Kita Bassen tätig war und diese Aufgabe ehrenamtlich übernommen hat.

28 neu erschienene Kinderbücher wurden vorgestellt, es wurde vorgelesen, Bilder angeschaut, es gab kleine Leseinseln. In der Bücherei veranstaltete Jaqueline Ballandis ein spannendes Bilderbuchkino und Cordes ließ es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, selbst vorzulesen.

Da gleich vier neue Bücher den ersten Platz für sich beanspruchten, fiel die Wahl des Bürgermeisters auf das hübsch illustrierte Werk „Lotti und Otti“, aus dem er den Kindern vorlas. Den Kindern ihren Betreuern und allen Beteiligten gefiel es, was an der tollen Stimmung und den begeisterten Kleinen deutlich zu erkennen war.

Nach der Veranstaltung wurden sieben Taschen mit je vier Büchern gepackt, die in dreiwöchigem Rhythmus über ein halbes Jahr verteilt durch die Kitas gereicht, gelesen und von den Kindern bewertet werden.

Zu allerletzt werden zum Abschluss die Bücher an die Kitas verteilt, die die kleinen, internen Büchereien in den Einrichtungen bereichern.

„Bücher sind für Kinder wichtig. Sie bilden einen Gegenpol zu elektronischen Medien, durch die die Kinder verlernen, sich mitzuteilen. Das fängt mit Bilderbüchern ganz früh an. Über das Bild und über das Vorlesen kommen sie auch untereinander ins Gespräch. Es beginnt das freie Erzählen, schließlich ist Sprache der Schlüssel zur Umwelt und zur Welt. Aber Sprache braucht Übung und es ist eine Zunahme von Auffälligkeiten in der Sprachentwicklung bei kleinen Kindern festzustellen. Wer viel mit den Neuen Medien beschäftigt ist, lebt in einer eigenen, abgeschotteten Welt, spricht nicht viel und sucht nicht die Kommunikation mit anderen, also auch nicht Spaß und Spiel“, so Wöbse-Vogel, die bei der Auswahl der Bücher großen Wert auf Themenvielfalt lege, die Anlässe zur Kommunikation geben. Wie sie weiterhin ausführte, gäbe es in den Kitas vermehrt Kinder mit Migrationshintergrund. Auch dort sei eine Sprach- und Leseförderung wichtig.

In allen Kita-Gruppen seien schließlich Mischungen von Kindern verschiedener Nationalität in der Betreuung. Sie über Bücher zur Kommunikation zu bringen, dabei auch Außenseiterthemen nicht zu vermeiden, sei ein wichtiger Schritt im gemeinsamen Aufwachsen und interessiertem Umgang miteinander..

18.09.2019

Tour de Moor

15.09.2019

Sub 5 in Sottrum

15.09.2019

Sing Sottrum Sing

11.09.2019

Erntefest Wittkopsbostel