Kampfmittelexperten prüfen Metallfunde an Gleisen

Muss Sagehorn evakuiert werden?

Metallfunde an der Bahnstrecke Bremen-Hamburg haben möglicherweise eine Evakuierung des Ortsteils Sagehorn zur Folge. Foto: Björn Blaak
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Sagehorn (r/bb). In Oyten-Sagehorn haben die Arbeiten für den neuen Haltepunkt der Deutschen Bahn AG begonnen. Bei den vorbereitenden Maßnahmen wurde jetzt festgestellt, dass sich im Boden Metallkörper befinden. „Dies könnte ein Hinweis auf mögliche Kampfmittel wie Munition sein“, heißt es in einer Pressemeldung aus dem Rathaus Oyten.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen könne dies aber erst feststellen, wenn die Metallkörper freigegraben wurden. Sollte sich der Verdacht bestätigen, muss bei größeren Kampfmitteln umgehend entschärft werden. Die Arbeiten sollen am Montag, 18., und Dienstag, 19. Mai, in den frühen Morgenstunden stattfinden. Daher könnte es an diesen Tagen zu einer Evakuierung kommen, wie die Gemeindeverwaltung mitgeteilt hat.

„Die Sicherheit der Bevölkerung steht an oberster Stelle“, teilt Bürgermeisterin Sandra Röse in diesem Zusammenhang mit. Daher sei es unumgänglich, entsprechende vorbereitende Maßnahmen zu planen. Sollte es tatsächlich zu einem entsprechenden Kampfmittelfund kommen, müsste je nach Fund eine Evakuierung des gesamten Bereiches in einem Umkreis von 300, 500 oder 1.000 Metern erfolgen. „Diese Entscheidung trifft der Kampfmittelbeseitigungsdienst direkt vor Ort, wenn die Metallkörper freigegraben wurden“, erklärt Röse weiter. Danach müsste der Bereich umgehend geräumt werden. In den betroffenen Straßen würde durch Polizei und Feuerwehr auf die Evakuierung mit Lautsprecherdurchsagen hingewiesen.

Zusätzlich würden die Einsatzkräfte an Wohnungs- und Haustüren klingeln. Hilfskräfte seien vor Ort und stünden für Fragen zur Verfügung. Würde eine Evakuierung nicht notwendig, gäbe es spätestens am frühen Abend wieder Entwarnung und die Bevölkerung könnte dann in ihre Wohnungen beziehungsweise Häuser zurückkehren.

Die Entwarnung erfolge sowohl auf www.oyten.de als auch über die Katastrophenwarn-App BIVVAPP. „Alle betroffenen Haushalte erhalten am morgigen Freitag noch einen Flyer nach Hause, in dem alles nachzulesen ist“, verspricht die Bürgermeisterin. Für den Fall, dass doch noch Fragen auftauchen, hat die Gemeindeverwaltung die Info-Hotline 04207/91400 eingerichtet. Diese ist Freitag bis Sonntag von 9 bis 16 Uhr zu erreichen.

Autor

Björn Blaak Björn Blaak
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