Jahrestreffen beim Schützenverein Sagehorn

„Distanzieren uns von Gewalt“

Beate Böse (links) mit den Geehrten Foto: Tobias Woelki
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Sagehorn (r/bb). Die Verhandlungen in Sachen Tennishalle zwischen der Gemeinde und dem Schützenverein Sagehorn ruhen derzeit. „Die Tennishalle können wir aktuell für Veranstaltungen des Schützenvereins nutzen, da wir eine Sondergenehmigung haben. Aber wir wollen noch einmal das Gespräch mit der Gemeinde suchen“, erklärte Vorsitzende Beate Böse auf der Jahreshauptversammlung des 150 Mitglieder zählenden Schützenvereins Sagehorn.

In ihrem Jahresrückblick erinnerte die Vorsitzende an die Gründung der Landjugend Weser-Wümme im Schützenhaus im vergangenen Jahr. Wenige Wochen nach der Vereinsgründung beteiligte sich die Landjugend an der 72-Stunden-Aktion, in der die Jugendlichen ein Teil des Fußbodens im Schützenhaus erneuerten sowie im Bereich des Ortseinganges eine Sitzecke gestalteten. „Über das tolle Ergebnis haben wir uns alle gefreut“, lobte die Vorsitzende. Das Schützenfest sei gut verlaufen, merkte sie an. Darüber freute sich auch Kassenwart Horst Luehsen, der den Mitgliedern von einer „soliden Kassenlage“ berichtete.

Bei den Wahlen votierten die Mitglieder für Michael Regenstein zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden, der den Posten für den ausscheidenden August Benstein übernimmt. Zweite Schriftführerin ist Jessica Ruschmeyer, zweiter Fahnenträger Harald Krafzig. „Damit sind alle Vorstandspositionen im Verein besetzt“, stellte die Vereinsvorsitzende zufrieden fest.

Zudem ehrte der Vorstand für 15 Jahre im Verein Johann Luessen, für 40 Jahre Anni Klee, Vera Gerdts, Carsten Seidel, für 50 Jahre in Abwesenheit Andreas Vollmer und Uwe Wendland. Die Verdienstnadel erhielten Petra Runge Seidel, Sandra Stamm und Matthias Pohlmann, die Verdienstnadel in Silber Heide Krafzig, Manfred Wiezorek, Volker Seidel und Norbert Erhard.

Mit Blick auf die nähere Zukunft informierte die Vereinsvorsitzende die Versammlung über eine Maßnahme, die im Luftgewehr-Stand ansteht. „Die Anzeige der Schießergebnisse wollen wir auf elektronische Anzeige umstellen. Ein Antrag dazu werden wir stellen. Frühestens im kommenden Jahr könnten wir die Maßnahme realisieren“, meinte Böse.

Der Dozent für Waffensachkunde, Thomas Böse, erklärte vor dem Hintergrund der jüngsten Gewalttaten: „Wir Sportschützen distanzieren uns von jedweder Gewalt und möchten nur unseren Sport betreiben. Wir als Verein besitzen keine Großkaliberwaffen. Bei uns ist nur das Schießen mit Luftgewehr und Kleinkaliber möglich. Sagehorn ist bunt. Respektvolles und demokratisches Verhalten ist im Schützenhaus Sagehorn selbstverständlich. Für Rassismus und Ausgrenzung ist hier kein Platz.“

Das Sagehorner Schützenfest findet in diesem Jahr am 8. August statt. Bereits eine Woche vorher lädt der Verein zum Kommersabend ein.

Autor

Björn Blaak Björn Blaak
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