Infoveranstaltung zum Stand der Planungen

Sagehorn und die Bahn

Die Bahnstrecke Bremen - Hamburg: Am Schwarzen Weg in Sagehorn soll ein neuer Haltepunkt der Bundesbahn entstehen. Die Gemeinde präsentierte in einer öffentlichen Infoveranstaltung den Stand der Planungen. Foto: Björn Blaak
 ©

Oyten. Lange schon steht fest, dass der Bahnhof in Sagehorn geschlossen wird und dafür rund einen Kilometer weiter in Fahrtrichtung Bremen ein neuer barrierefreier Haltepunkt der Bundesbahn entstehen soll. Doch die Planung bezüglich des Umfeldes, für die die Gemeinde Oyten zuständig ist, zog sich. Bis jetzt. Am Donnerstag, 9. Mai, wurde der aktuelle Stand der Planungen im Rahmen einer Informationsveranstaltung im Rathaus präsentiert.

Auch wenn so gut wie sicher ist, dass in diesem Jahr dort in Sagehorn in Sachen Bahnhof kein Handschlag mehr getan wird, muss die konkrete Planung abgeschlossen und der Förderantrag bis zum 31. Mai von der Gemeinde abgegeben werden. Begonnen werden mit dem Bau könnte dann im kommenden Jahr.

Allerdings gibt es noch ein paar Fallstricke, die die Gemeinde bis zum endgültigen Baubeginn aus dem Weg geräumt haben muss. Nach wie vor ist sich die Gemeinde nicht einig mit dem am Schwarzen Weg beheimateten Schützenverein. An dessen Grund und Boden schließt sich die ehemalige Tennishalle an. Die Halle wurde bisher gerne vom Verein genutzt, um dort Schützenfeste auszurichten. Die Halle gehört zwar der Gemeinde, ist aber direkt an das Schützengebäude herangebaut. Der Abriss der Halle ist in den Augen der Verwaltung unumgänglich, soll dort doch dringend benötigter Parkraum entstehen. Bisher jedoch sind sich Schützenverein, der ein lebenslanges Nutzungsrecht auf die Halle besitzt, und die Gemeinde nicht einig geworden. Die Planungen setzen demnach eine Einigung der beiden Parteien voraus. Scheitern jedenfalls werden die Planungen an den aktuellen Gegebenheiten am Schwarzen Weg nicht, versichert Oytens Bürgermeister Manfred Cordes im Pressegespräch. Auch das zweite Parkplatzgelände, ebenfalls im Schwarzen Weg, hängt noch in der Schwebe. Denn das Grundstück, das die Gemeinde ausgeguckt hat, gehört ihr nicht. Zwar sei bereits ein Angebot an die Eigentümer abgegeben, aber noch ist der Vertrag nicht fix. Ansonsten ist die Verwaltung mit den Planungen weit vorangeschritten. Diese teilen sich in einen Nordteil, am Schwarzen Weg, und einen Südteil, rund um die sogenannte „Rotstein-Villa“. Dort soll ein Vorplatz entstehen, der die Aufenthaltsqualität erhöht, samt Sitzgelegenheiten, Bäumen, Beleuchtung und möglicherweise auch Kunst. Der Norden ist dem Parken gewidmet. Beschilderungen sollen darauf hinweisen, um den südlichen Teil vom Verkehr zu verschonen. Dem sogenannten Suchverkehr soll so gleich von Anfang an der Garaus gemacht werden. Halteverbotszonen und rigide Kontrollen, sollen die Autos auf die Parkflächen auf der anderen Seite der Gleise führen. Der Bürgerbus wiederum soll beide Seiten des Haltepunktes anfahren. Aber nicht nur an Autofahrer soll gedacht werden, sondern auch an Fahrräder: Anlehnbügel, Überdachungen und auch Sammelschließanlagen mit E-Ladestationen gehen aus den Planungsunterlagen hervor. Insgesamt, so die Schätzung der Gemeinde, belaufen sich die Kosten für die Gestaltung des gesamte Umfeldes des neuen Haltepunktes auf rund drei Millionen Euro. Mehr als die Hälfte, so vermutet Axel Junge, Fachbereichsleiter Bürgerservice und Wirtschaftsförderung im Rathaus, wird davon aus der Gemeindekasse fließen müssen. Einzusehen sind die Planungsunterlagen jederzeit unter www.oyten.de. Wer das persönliche Gespräch sucht, kann im Rathaus einen Ansprechpartner finden.

20.05.2019

Schützenfest in Bötersen

20.05.2019

Feuerwehrtag in Ottersberg

15.05.2019

Mit Schinken und Fanfaren

13.05.2019

Sottrumer Abendlauf 1