14-tägige Probephase: Ab Montag ist die Pestalozzistraße gesperrt

Elterntaxis unerwünscht

Oytens Vize-Verwaltungschef Axel Junge (von links), Bürgermeisterin Sandra Röse und Fachbereichsleiter Daniel Moos hoffen mit Sperrung der Pestalozzistraße, die Verkehrssituation dort zu beruhigen. Foto: Elke Keppler-Rosenau
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Oyten (kr). „Mit Einsicht ist da nichts zu machen, mit ,Bitte, Bitte' nicht und auch nicht mit eindeutiger Beschilderung, und diesbezügliche Gespräche waren vergeblich. Konstruktive Vorschläge, wie die Verkehrssituation zu entschärfen wäre, gab es keine“, verkündete Oytens Bürgermeisterin Sandra Röse. Deshalb verkündete sie nun eine drastische Maßnahme, die den Schüler-Anlieferverkehr in Sagehorn eindämmen soll. Die Pestalozzistraße wird gesperrt - vorübergehend.

Am Montag, 13. Januar, startet ein zunächst 14-tägiger Probelauf, den die Polizei unterstützt. Mit manuell betrieben Schranken wird die zeitlich begrenzte, aber eindeutige Beschilderung untermauert, die die sogenannten Elterntaxis aus der Pestalozzistraße fernhalten sollen. Lediglich Berechtigte, also Anwohner, Lehrkräfte, Personen, die in der IGS, der Grundschule und dem Kindergarten beschäftigt sind, Busse und Lieferverkehr werden mit einem speziellen Berechtigungsschein ausgestattet und haben freie Fahrt. Auch Eltern von Krippenkindern des anliegenden Kindergartens dürfen mit dem Auto vorfahren.

Anwohner und Eltern seien über die Maßnahme informiert, inzwischen seien mehr als 200 Berechtigungsscheine ausgegeben und wer seinen Anspruch, die Straße während der Sperrung befahren zu müssen, legitimieren kann, könne sich an die Schulleitung der IGS wenden, hieß es in einem Pressegespräch weiter. Nach der zweiwöchigen Probephase sollen die Ergebnisse der Sperrung ausgewertet werden. „Es kann durchaus sein, dass es sich als Flop erweist, es kann aber auch die Lösung für das zunehmende Verkehrsproblem sein. Wie müssen es herausfinden und haben uns deshalb für diesen Probebetrieb entschieden, ohne zunächst darin groß zu investieren. Erweist sich die Sperrung als praktikabel, strebt die Gemeinde eine Dauerlösung an, die dann allerdings vollautomatisch sein müsste, denn es kann nicht ständig ein Mitarbeiter des Bauhofs vor Ort sein, wie in der Erprobungsphase“, informierte Vize-Verwaltungschef Axel Junge. Auf der Internetseite der Gemeinde wurde eigens eine Mail-Adresse eingerichtet, damit Bürger sich zu der Maßnahme äußern können, unter pestalozzistraße@oyten.de können auch Vorschläge eingebracht werden. Aus der Elternschaft, vor allem aber von den Anwohnern, habe es bereits positive Rückmeldungen gegeben. Zielsetzung der Sperrung sei die Sicherheit der Kinder, betonte die Bürgermeisterin. Die Eltern-Taxis hätten mehr und mehr für ein gefährliches und unübersichtliches Verkehrsaufkommen gesorgt und Kritik hätte es diesbezüglich schon länger gegeben und so sah sich die Gemeinde veranlasst, ein Verkehrsgutachten in Auftrag zu geben, das letztlich diese Erprobungsphase empfohlen hatte. Danach sollen die Ergebnisse in einer gemeinsamen Sitzung mit Schulausschuss und Kita-Ausschuss diskutiert werden, um eine dauerhafte und allgemeinverträgliche Lösung herbeizuführen.

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