Triangulo eröffnet die Kukuc-Saison

Emotionale Momente

Frontfrau Cleo Cohrs machte ihren brasilianischen Wurzeln alle Ehre und entführte das Publikum auf eine musikalische Reise in ihr Heimatland. Foto: Elke Keppler-Rosenau
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Ottersberg (kr). „Endlich wieder, wir haben schon Entzugserscheinungen“, so und ähnlich äußerten sich viele der 75 Besucher am vergangenen Samstag zum Kukuc-Saisonstart mit dem beliebten Ensemble „Triangulo“ aus Bremen.

Wegen der Pandemie galten strenge Hygiene-Schutzverordnungen und Stehplätze, wie sonst bei Veranstaltungen üblich, waren verpönt. Das Bier an der Theke gab es also auch nicht, was aber der Lust an der Musik und der typischen Kukuc-Atmosphäre nicht abträglich war. Nach der langen künstlerischen Durststrecke stand nun das Ensemble Triangulo in vierfacher Besetzung auf der Bühne und sorgte mit einem hinreißenden Sound für Stimmung. Frontfrau Cleo Cohrs machte ihren brasilianischen Wurzeln alle Ehre und entführte das Publikum auf eine musikalische Reise in ihr Heimatland. Sie sang sich auf einfühlsame Weise in die Herzen des der Zuhörer.

Begleitet vom Gitarristen Christian Bunge, dem Percussionisten Gert Woyczechowski sowie Bassist Jens Mencl lieferte das Ensemble ein beeindruckendes Konzert ab. Getragen vom brasilianischen Jazzy-Latin-Feeling voller emotionaler Fröhlichkeit, wechselvoller Melancholie und lebensfreudiger Leichtigkeit, ließ Cohrs die ganze Bandbreite ihrer Stimme erklingen Ein bisschen Pop, Samba, dann wieder Funk und Reggae ließen erkennen, dass sie in allen Stilen zu Hause ist und daraus einen faszinierenden Mix gestalten kann. Unterstützt wird ihre Musik von ihrer temperamentvollen Erscheinung, mit der sie jede Corona-Krise einfach weg singt. Klang bildend für Triangulo ist unter anderem das umfangreiche Percussion-Set-up, das aus einer Vielzahl von Percussion- und Schlagzeug-Instrumenten besteht und stets den Rhythmus vorgibt. So bewegt sich die Musik mit ihrem mehrstimmigen Gesang, der aus portugiesischen und englischen Texten besteht, auf einer Basis zwischen Tradition und Moderne. Gegründet wurde Triangulo 2016 als Trio und feierte erste Erfolge unter einem anderen Projektnamen bei der Bremer Jazzahead-Clubnacht. Seitdem gibt es regelmäßige Konzerte und kontinuierlich werden neue Songs aus eigener Feder hinzugefügt. Im Kukuc und auf anderen Bühnen sind die Musiker gern gesehene Gäste, auch wenn sie durch Corona etwas ausgebremst wurden.

Fazit

• Das Publikum in Kreuzbuchen zeigte sich ausnahmslos begeistert und quittierte jeden Song mit anhaltendem Applaus. Jetzt, mit Bassisten Mencl zu einem Quartett ergänzt, hat Triangulo sein Repertoire deutlich erweitert. Neben den altbekannten Songs sind neue Dance-Songs hinzugekommen. Mit Soul und Funk, alles vom brasilianischen Latin-Feeling gefärbt, schlagen sie neue Eckpfeiler ein.

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