Rebecka Warnken: seit 25 Jahren für Kinder am Herd

„Mit Liebe gekocht“

Tim Willy Weber (von links), Rebecka Warnken, Marie Luise Koy, Angela Günther-Sogorski und Julia Silber vom Personalrat der Kita. Foto: Elke Keppler-Rosenau
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Quelkhorn (kr). Blumen von Bürgermeister Tim Willy Weber, herzliche Dankesworte und gute Wünsche für die Zukunft, umrahmten eine Feier zum Jubiläum von Rebecka Warnken, der Köchin der Quelkhorner Kindertagesstätte, die dort nunmehr seit 25 Jahren aktiv ist.

Kita-Leiterin Angela Günther-Sogorski, die einem Team von 20 Betreuern vorsteht, wandte sich mit herzlichen Worten an Warnken und betonte, dass in den 25 Jahren immer „mit Liebe gekocht“ wurde. Ein Kindergarten, wie seinerzeit noch die übliche Bezeichnung war, mit einer eigenen Köchin, war etwas Besonderes, ein Alleinstellungsmerkmal, das die Gemeinde Ottersberg sich einiges kosten ließ. Es gab nur drei Gruppen und sieben Betreuerinnern. Die Politik konnte damals noch aus dem Vollen schöpfen. Es wurde nicht gespart. Die Kinder kamen allerdings zunächst mit vier, später mit drei Jahren in die Einrichtung. An einjährige Krippenkinder war überhaupt nicht zu denken. Das Dachgeschoss wurde nicht genutzt und obwohl das Gebäude zukunftsorientiert ausgerichtet wurde und sich im Erscheinungsbild kaum verändert habe, hätte doch eine starke Wandlung, allein schon in der Erweiterung stattgefunden.

Aus dem Kindergarten wurde eine Kindertagesstätte und das Essensangebot wurde an die steigende Anzahl der Kinder angepasst. Inzwischen gäbe es eine fast 100-prozentige Auslastung, was die Leistung der Köchin umso bedeutender macht. „Und das immer unter dem Druck der knapper werden finanziellen Möglichkeiten, der Gemeinde, denn die Personalstelle der Köchin wurde immer wieder infrage gestellt.“

Mit Einführung der ersten Krippengruppe 2009 entstand ein weiteres Arbeitsfeld. Es galt, kleine Einjährige zu bekochen und ganz neue Zeiteinteilungen zu entwickeln, was ein größeres Arbeitspensum mit sich brachte. Dazu kamen Umstände, wie der große Wasserschaden, der einen langen Aufenthalt der Kita in der Grundschule in Rautendorf nach sich zog, die Erweiterungen und Umbauten in der Küche. Heute würden bis zu 100 Kinder und 15 Betreuer und Betreuerinnen bekocht, aber es gäbe auch eine zusätzliche Hilfe.

Die Jubilarin kann aus gesundheitlichen Gründen derzeit nicht mehr am Herd stehen. Deshalb hat Marie Luise Koy, die ihre Ausbildung in dem renommierten Gastrobetrieb Grashoff in Bremen absolviert hat, die Regie in der Küche übernommen. In der kleinen Feierstunde wurde symbolisch der Kochlöffel an die junge Köchin übergeben, die seit August in den Töpfen rührt.

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