Rat ernennt neuen Gemeindebrandmeister

Löschen mit Böschen

Andreas Böschen ist der neue Ottersberger Gemeindebrandmeister. Foto: Tobias Woelki
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Posthausen (woe). Der eine geht, der andere kommt. Andreas Böschen heißt der neue Gemeindebrandmeister des Flecken Ottersberg. Dazu ernannte ihn der Gemeinderat ihn in seiner jüngsten Sitzung in der Schulaula. Böschen löst Thomas Schepelmann, der diesen Posten sechs Jahre ausübte, ab. Der vorherige Gemeindebrandmeister verzichtete auf eine Kandidatur und „möchte nur noch Feuerwehrmann sein“, wie er erklärte.

Jetzt ist der 47-jährige Böschen für die vier Ortsfeuerwehren Ottersberg, Otterstedt, Posthausen und Fischerhude-Quelkhorn mit mehr als 200 Aktiven verantwortlich. Die Ortsbrandmeister und deren Stellvertreter hatten ihn bereits Anfang des Jahres gewählt. „Wir hatten ja gedacht, dass Thomas Schepelmann noch eine Amtszeit anhängt. Von seinem Alter her hätte es gepasst. Aber bereits vor einem Jahr ließ er durchklingen, dass er nicht wieder antreten werde“, berichtet Böschen, der zuvor stellvertretender Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Posthausen war und Leiter der Werksfeuerwehr des Einkaufszentrums Dodenhof ist.

In jüngeren Jahren verließ Böschen Posthausen aus beruflichen Gründen. 1996 kehrte er zurück und fing im Sommer des selben Jahres im großen Kaufhaus an. Schnell war er für die Werksfeuerwehr Feuer und Flamme, die wenige Monaten zuvor im Mai 1996 gegründet wurde. Mit dem Eintritt in die Werksfeuerwehr trat Böschen auch in die Ortsfeuerwehr Posthausen ein. „Das lag auf der Hand“, sagte Böschen. In den Folgejahren absolvierte er zahlreiche Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene mit dem Ergebnis, dass er 2008 die Leitung der Werksfeuerwehr übernahm. Parallel dazu gestaltete der Posthausener als Gruppenführer in der Ortsfeuerwehr aktiv den Ausbildungsdienst und rückte 2017 auf die Position des stellvertretenden Ortsbrandmeisters. Eigentlich sei er als Quereinsteiger zur Ortsfeuerwehr gekommen, erinnert sich Böschen, der mit Imke Böschen verheiratet und Familienvater von zwei Töchtern im Alter von fünf und acht Jahren ist. Anderen in Not zu helfen und die Gemeinschaft, die in einer Ortsfeuerwehr herrscht, habe ihn dazu bewogen, in die Feuerwehr einzutreten, schildert der neue Gemeindebrandmeister. „Feuerwehr kann nur im Team funktioniert. Feuerwehr ist Teamarbeit“, betont Böschen, der seine Erfahrung als Fachkraft für Arbeitsschutz bei seinem Arbeitgeber in der Ortsfeuerwehr einbringen kann. „Die Zusammenarbeit zwischen den Ortsfeuerwehren ist gut. Das gilt auch für die Ausbildung der Einsatzgruppen und der Ausstattung“, konstatiert Böschen und schiebt hinterher: „Die Herausforderungen an eine Ortsfeuerwehr im Bereich der technischen Hilfeleistungen und der transportierten Gefahrgüter werden in Zukunft wachsen. Und da müssen wir als Feuerwehr die Ausbildung und die Ausstattung immer wieder anpassen.“ Neue Einsatzfahrzeuge für die Ortsfeuerwehren Posthausen und Otterstedt seien in der Diskussion, so Böschen. Auch sei der Einzug ins neue Otterstedter Feuerwehrgerätehaus geplant, so der Gemeindebrandmeister. Den Nachwuchs hat Andreas Böschen ebenfalls stets im Blick. „Die Jugendfeuerwehr und die Kinderfeuerwehr müssen wir weiterhin unterstützen. Denn zwei Drittel der Jugendlichen wechseln in der Regel in die Einsatzgruppen“, schildert Böschen, der sich als Vermittler zwischen den Interessen der Feuerwehr und den Vorstellungen der Kommunalpolitik sieht. „Baustellen“ gebe genügend, findet er. Eine davon sei die digitale Alarmierung, „Sie vor Ort umzusetzen, ist eine große Aufgabe“, so Böschen. Auch die persönliche Ausstattung der Aktiven und Hygieneregeln rücken immer stärker in den Fokus.

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