Posthausen beschließt Fläche für Feuerwehrneubau – und hadert - Von Tobias Woelki

„Keine Alternative“

Der neue Standort eines Feuerwehrgerätehauses in Posthausen gegenüber der Grundschule. Foto: Tobias Woelki
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Posthausen. Die Entscheidung bereitete so manchen Ortsratsmitglied Bauchschmerzen. Ein neues Feuerwehrgerätehaus an einer Durchgangsstraße Richtung Stelle gegenüber der Grundschule und der Turnhalle zu bauen, stimmte der Ortsrat Posthausen in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Ausschuss für Bau, Planung und Gebäudemanagement des Fleckens Ottersberg nur widerwillig zu – mangels Alternativen.

Zu Beginn gedachten die Mitglieder des Ortsrates und des Fachausschusses in einer Gedenkminute an den vor wenigen Tagen mit 69 Jahren verstorbenen Ottersberger Ortsbürgermeister Reiner Schnäpp sowie dem ehemaligen, langjährigen Ortsbürgermeister Hermann Henke, der nach schwerer Krankheit mit 81 Jahren verstarb.

Anschließend diskutierten die beiden Gremien über den neuen Standort des Feuerwehrgerätehauses. Ortsbürgermeister Reiner Sterna betonte: „Wir beschäftigen uns seit geraumer Zeit mit dem Thema und suchen ein Grundstück. Unser Wunschgrundstück steht nicht zur Verfügung. Die Suche hat ergeben, dass es nur eine geeignete Fläche gibt. Und genau die gegenüber der Grundschule neben dem Mitarbeiterparkplatz des Kaufhauses.“

André Herzog (SPD), Vorsitzender des Feuerwehrausschusses, murrte: „Wir haben aus der Presse über den ausgewählten Standort erfahren. Das finde ich schade. Wir machen den zweiten vor dem ersten Schritt.“

Ludwig Schwarz (Grüne) fand: „Ich brauche mehr Informationen, um darüber abstimmen zu können.“

Hartmut Henke (CDU) betonte: „Wir haben uns viele Gedanken gemacht. Der ausgesuchte Standort ist der einzig brauchbare Platz. Einen anderen gibt es nicht. Aus Sachzwängen bin ich dafür.“

Katrin Heuer (CDU) haderte mit dem Standort: „Ich habe damit Bauchschmerzen. Die Straße ist viel zu schmal. Und dort ist durch die Grundschule und dem Kindergarten viel Bewegung. Mit dem Standort bin ich nicht glücklich, doch wir haben keine andere Lösung.“

Was sagt die Ortsfeuerwehr? „Aus unserer Sicht ist der Standort auch nicht unsere erst Wahl, aber es gibt keinen anderen“, erklärte der stellvertretende Ortsbrandmeister Andreas Böschen.

Jutta Siegmann (SPD) formulierte: „Es ist Not am Mann, weil unsere Ortsfeuerwehr vermehrt auf die Autobahn muss. Ich habe damit auch meine Bauchschmerzen.“

Reiner Meyer (CDU) äußerte sich ebenfalls skeptisch: „Mit dem Standort bin ich unglücklich. Für mich ist es ein 1B-Standort. Wenn etwas passiert, stehen alle Schüler am Zaun.“

Dennoch votierte der Ortsrat bei vier Ja-Stimmen und drei Enthaltungen für den Standort. Der Fachausschuss stimmte bei nur einer Nein-Stimme ebenfalls zu. Auch die Suche nach einem Standort eines neuen Otterstedter Feuerwehrgerätehaus ist abgeschlossen: Der Fachausschuss votierte für einen Neubau „Im Kaiserlichen“.

Zu Beginn der Sitzung meldeten Eltern, Lehrer und Kindergartenleitung Bedenken wegen des neuen Standorts an. Sie befürchteten durch den Begegnungsverkehr, der Aufpflasterung und die schmale Straße mit den Schülern, Kinder und Eltern ein Gefährdungspotenzial.

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