Ottersberger Kammerorchester begeistert Publikum

Zum Jubiläum

Souverän und locker dirigierte Clive Ford das große Jubiläumskonzert des Ottersberger Kammerorchesters. Foto: Elke Keppler-Rosenau
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Fischerhude (kr). Das Ottersberger Kammerorchester das in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert, tut das nicht mit knallenden Sektkorken, sondern, wie könnte es anders sein, mit Musik. Dafür hatte Dirigent Clive Ford für das Jubiläumskonzert in der Fischerhuder Liebfrauenkirche ein Programm zusammengestellt, das die Ohren des Publikums verwöhnte.

Wie bei allen Auftritten ließ Clive Ford es sich diesmal nicht nehmen, das Publikum mit einer humorvollen Moderation durch die Darbietung zu führen und setzte dafür seinen unnachahmlichen britischen Charme ein, der dem ganzen Konzert einen aparten UK-Stempel aufdrückte. In seiner gewinnenden Art stimmte Ford das Publikum auf Werke von Andreas Romberg, Franz Schubert, Joseph Haydn, aber auch englischen Komponisten wie Jenkins oder Williams ein, eine Zusammensetzung, die sich im Verlauf des Konzertes als überaus stimmig erwies. In aufgeräumter Stimmung erzählte Ford ein bisschen über den Werdegang des Orchesters und bewies dabei ganz nebenbei Entertainer-Qualitäten, die dem Ensemble gut zu Gesicht steht, weil es der Kammermusik eine gewisse Leichtigkeit verleiht.

Mit lockerer Hand dirigierte er zur Eröffnung die Ouvertüre zu Don Mendoza, die Andreas Romberg (1767 bis 1821), geboren in Vechta, 1801 komponierte Die Sinfonie Nr. 1 in C-Dur D82, daraus das Andante und Menuett wurde harmonisch mit stimmigen Akzenten rübergebracht. Das Violinkonzert Nr. 1, in C-Dur, dargeboten als Allegro moderato, Adagio und einem zügigen Presto bot für die Violinistin Ingwe Murtada eine Bühne, auf der sie ihr Können wirkungsvoll präsentierte. Wie verzaubert lauschte das Publikum diesem Part, der das Konzert auf ein Niveau hob, das sonst nur von einem Profi-Orchester, nicht aber von Laienmusikern angeboten wird.

Mit dem englischen Komponisten Gustav Holst ging es nach der Pause weiter. Aus seiner Feder stammt die Brook-Green-Suite für Streichorchester, die als Prélude, Allegretto, Air, Andante, Dance und Allegretto gegeben wurde. Dieses Musikstück komponierte Holst 1933 während eines Krankenhausaufenthaltes für die Schülerinnen des Junior Orchestra der St. Pauls Girls School in London. Farbig und klangschön gestaltete sich die English-Folksong-Suite von Ralph Voughan Williams, die das Ensemble mit viel Einfühlungsvermögen interpretierte. Beim Palladio von Karl Jenkins, einem zeitgenössischen Komponisten hatte der 16-jährige Joannes Bialek seinen großen Auftritt. Er brillierte mit einer Bearbeitung für Orchester von M. Junghans und wurde dafür vom Publikum mit anhaltendem Applaus bedacht.

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