Otterbad-Sanierung verzögert sich wegen Fliesenarbeiten - Von Lisa Duncan

Start Anfang 2022 wird „sportlich“

Blick vom Baugerüst auf das Schwimmbecken, das fast komplett neu gefliest werden muss. Badbetriebsleiter Renu00e9 Grabowski (vorne) und E-Werks-Chef Helge Dannat ermöglichten die Baustellenbegehung.
 ©Duncan

Ottersberg – Seit Kurzem sind die Maler im Haus, parallel verlegen Handwerker die letzten Deckenplatten. „Wenn die Decke drin ist und fertig gemalert ist, müssen die Fliesenleger Gas geben“, sagt Helge Dannat, Leiter des Elektrizitäts-Werks Ottersberg (Ewo), dem Betreiber des Otterbads. Bis die umfangreiche Sanierung des Hallenbads abgeschlossen ist und es wieder öffnen kann, braucht es aber noch eine Weile. Zuerst werden laut Badbetriebsleiter René Grabowski noch Glaswände für den Windfang im Eingangsbereich und die Cafeteria samt Multifunktionsraum für Yoga, Gymnastik oder Seminare eingezogen.

Der Umkleidebereich wird durch zwei neue Sammelumkleiden ergänzt, sodass den Besuchern des Otterbads künftig vier Sammelumkleiden zur Verfügung stehen. „So ist für die Schulen und Vereine ein schnellerer Wechsel möglich“, sagt Grabowski. Ihm zufolge hatten 16 Schwimmgruppen der umliegenden Schulen inklusive Kindergartengruppen das Otterbad bislang genutzt. Auch die Anmeldungen für private Schwimmkurse nimmt das Otterbad bereits über seine neu eingerichtete Homepage entgegen. „Es sind schon 300 Anfragen eingegangen“, so Grabowski.

Doch noch ist ungewiss, wann genau das Otterbad seine Türen wieder für Badegäste öffnen kann. „Ziel ist es, Anfang des Jahres zu starten“, sagt Helge Dannat. Spätestens jedoch innerhalb des ersten Quartals, so Grabowski: „Zu Beginn des zweiten Schulhalbjahrs am 1. Februar dürfte sportlich werden.“

„Vor allem das Schwimmbecken hat uns zeitlich zurückgeworfen“, erklärt Dannat. Denn ursprünglich sei geplant gewesen, den Beckenboden zu erhalten. Aber früher sei es offenbar nicht üblich gewesen, Dehnungsfugen in ausreichender Anzahl einzubauen. Laut Grabowski waren diese nur vereinzelt vorhanden. „Dementsprechend mussten wir die alten Fliesen rausnehmen“, fährt Dannat fort. In Kürze soll Estrich aufgetragen und sollen neue Fliesen verlegt werden. Das gilt auch für den Beckenrand, weil sich dort Hohlräume unter den Fliesen gebildet hatten. Erhalten bleiben sollen nach aktuellem Stand lediglich die Fliesen an der Beckenwand. Laut Dannat erhöhen sich die Kosten durch die notwendigen Arbeiten im und am Becken um rund 150 000 Euro auf etwa 3,35 Millionen Euro.

Eine neue Fliesenverkleidung erhält auch das Kinderplanschbecken, das, wie bereits ursprünglich geplant, umgestaltet und flächenmäßig fast verdreifacht werden soll. „Das ist besonders aufwendig, weil die Fliesen aufgrund der Form des Beckens zerteilt werden müssen“, so Dannat. Das Planschbecken erhält zwei Ebenen à 15 und 30 Zentimeter Tiefe, und wird durch einen Wasser speienden Haifisch und eine Rutsche ergänzt.

Auch auf dem Außengelände passiert im Moment so einiges: Die Büsche, die das Otterbad lange Zeit seitlich bedeckten, sind entfernt worden. Rund um das Bad verlegen Tiefbauarbeiter Regenwasserleitungen. Die Dacharbeiten sind abgeschlossen. Auch die neue, modern aufgemachte Fassade ist an der Rückseite des Gebäudes bereits gut zu erkennen. „Wir verabschieden uns vom Retro-Look“, betont René Grabowski – und das gelte auch für die Relikte aus gelben Türrahmen, die drinnen noch hier und da zu sehen sind.

Normalerweise den Blicken der Badegäste verborgen, jedoch der Badequalität sehr zuträglich, haben die Handwerker im Kellergewölbe des Otterbads technische Upgrades eingebaut – darunter eine neue Filteranlage. „Bisher war das Kinderbecken das Bypass-System vom großen Becken“, erklärt Grabowski. Mit dem Nebeneffekt, dass auch unerwünschte Flüssigkeiten in das Schwimmerbecken eingeleitet wurden. Gemäß einer neuen DIN-Vorschrift müssen die Filtersysteme der Becken ohnehin getrennt sein. Dies nahm das Leitungsteam des Otterbads zum Anlass, auf ein Membran-Filtersystem umzusteigen. „Das hat so feine Siebe, dass es Bakterien und sogar Viren rausfiltert.“ Weil das Otterbad durch den Anbau sein Raumvolumen vergrößert hat, sei zudem ein neues Lüftungsgerät eingebaut worden.

Undichte Stellen in der Überlaufrinne des Schwimmbeckens hatten zu Leckagen im Keller geführt. Folglich müssten die Schäden an der Kellerdecke nun ebenfalls repariert werden. Laut Dannat handelt es sich um eine Spezialleistung, die nicht leicht zu vergeben sei.

• Weitere Auskünfte erteilt René Grabowski per E-Mail an info@otterbad.com. Auf der Homepage gibt es stetig aktualisiertes Bautagebuch: www.otterbad.de.

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