Nach Protesten: Sammelplatz in Quelkhorn-Ortbergen öffnet wieder

Die Lauberlaubnis

Viele Einwohnerinnen und Einwohner von Quelkhorn und Fischerhude haben Laub satt. Foto: Tobias Woelki
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Fischerhude/Quelkhorn (bb). In der vergangenen Rundschauausgabe kam Inge Reich aus der Molkereistraße zu Wort. Sie beschwerte sich, dass es aktuell keine Möglichkeit mehr gibt, das auf der Straße zusammengekehrte Laub in Fischerhude zu entsorgen. Sie und andere Laubsammler müssten das Blattwerk ganz bis nach Ottersberg fahren.

Die Rundschau fragte im Rathaus in der Grünen Straße nach, bekam aber nicht von dort eine Antwort, sondern aus Fischerhude. Ortsbürgermeister Wilfried Mittendorf meldete sich per E-Mail in der Redaktion.

Er bestätigte das, was die Rundschauleserin und andere Laubgeplagte bereits festgestellt hatten: „Bisher konnten die Fischerhuder und Quelkhorner ihr Laub im Herbst zum Laubsammelplatz nach Quelkhorn-Ortbergen bringen. Dieser Laubsammelplatz ist auch der Sammelplatz für Schnittgut gewesen.“ Dieses Areal habe sich allerdings im Laufe der Zeit zu einem Problem entwickelt, da die Anlieferung von Laub & Co. ohne Aufsicht auf einem nicht eingezäunten Platz stattfand. „Dadurch hat es sich leider eingebürgert, dass einige Bürger das ganze Jahr Schnittgut und Laub anlieferten und nicht wie gebeten, das Laub im Herbst und das Schnittgut an angekündigten Samstagen im Frühjahr für das Osterfeuer“, weiß Mittendorf zu berichten.

Mehr noch: „Dieser Sammelplatz wurde auch von Mitbürgern aus den angrenzenden Landkreisen Rotenburg und Osterholz genutzt. Auch wurde beobachtet, dass im Gartenbau tätige Betriebe das bei ihren Kunden angefallene Schnittgut und anderen Gartenabfall hier entsorgt haben. Leider haben einige ,schwarze Schafe’ diesen Platz auch als Bauschutt- und Mülldeponie missbraucht“, erklärt der Ortsbürgermeister.

Da diese unkontrollierten Anlieferungen und Müllablagerungen überhandgenommen hätten, ließ die Gemeinde den Platz einzäunen, um das wahllose Ablagern zu unterbinden. Für Schnittgut- und Laubanlieferungen wurden Termine auf dem eingezäunten Lagerplatz des Bauhofes am Wümme-Südarm der in Ottersberg für alle Ortsteile Ottersbergs angeboten.

Die Mitglieder des Ortsrates Fischerhude seien daraufhin von vielen Bürgerinnen und Bürgern ob der langen Warteschlangen und der Entfernung zum Lagerplatz angesprochen worden, denn „in Fischerhude und Quelkhorn gibt es sehr viel Bäume, die den Charme und Reiz unserer Ortschaften ausmachen“, schwärmt Mittendorf.

Die Landschaftswarte stellten auch eine Zunahme der Entsorgung des Laubes in die Landschaft fest. Das konnten auch Anwohner aus anderen Straßen der Region beobachten. So sind in der Straße „An den Fuhren“ bereits Laubentsorgungstouristen ausgemacht worden.

Damit die Fischerhuder und Quelkhorner ihr Laub nun wieder ortsnah abliefern können, hätten sich die Ortsratsmitglieder dafür eingesetzt, den Sammelplatz in Quelkhorn-Ortbergen wieder zu öffnen, zumindest zeitweilig. Am heutigen Samstag, 28. November und in zwei Wochen am 12. Dezember ein weiteres Mal, jeweils in der Zeit von 9.30 bis 13 Uhr. Und damit dort auch wirklich nur Laub landet, sorgen die Ortsratsmitglieder höchstpersönlich für klare Ansagen. Schon jetzt weisen sie darauf hin, dass sowohl auf die Abstandsregelungen als auch das Tragen von Mundschutz zu achten ist. „Anfang nächsten Jahres wird der Ortsrat sich damit befassen, wie nächstes Jahr mit der Laubanlieferung umgegangen wird“, verspricht Mittendorf.

Autor

Björn Blaak Björn Blaak
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