Musiker-Trio begeistert inmitten von Büchern

Jazz vom Feinsten

Spielten Jazz auf höchstem Niveau (von links): Thomas Brendgens-Mönkemeyer, Mario Emde und Friedemann Bartels. Foto: Elke Keppler-Rosenau
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Ottersberg. Es war schon eine besondere Atmosphäre, die Jazzfreunden jüngst in der Buchhandlung Froben serviert wurde: Zwischen Krimis, Kochbüchern Reiseführern und Bildbänden hatten der Ottersberger Gitarrist Thomas Brendgens-Mönkemeyer, Schlagzeuger Friedemann Bartels und Bassist Mario Emde zu einer feinen Session eingeladen.

„Wave Antonio,“ ein Stück aus der Feder von Carlos Jobim, diente als Opener für das Programm, bei dem Emde seinen Bass dominieren ließ. Bartels spielte zwar nach Noten, schien aber dennoch jeden Griff auswendig zu kennen. Brendgens-Mönkemeyer stieg auf diesen Groove ein und setzte mit seiner Gitarre akustische Akzente, die wiederum Bartels mit einer faszinierenden Wischtechnik an den Becken aufgriff. Hauchzarte Töne, die beinahe wie Regentropfen klangen, ließen eine reduzierte Form von Schlagzeug hören. Er ließ Bass und Gitarre den Vortritt, um bei anderen Stücken, wie „Tricotism“ des früh verstorbenen Oscar Pettiford durchaus tonangebend zu sein. Mit seinen Stöcken spielend, entlockte der Drummer dem Publikum Bravo-Rufe und anhaltenden Applaus.

Melodischer Blues, passend zur Jahreszeit, kam rüber wie Herbstgeflüster in der Natur, ein wenig melancholisch, geeignet um den Tag zu verträumen, schien den Publikumsgeschmack zu treffen.

Emde ist freier Musiker und Musikpädagoge, der wie die beiden anderen Musiker aus internationaler Ebene agiert und Ensemblemitglied in verschiedenen Bands ist. Bei manchen Stücken schien er sein Instrument zu kitzeln und produzierte zu seinem eigenen Vergnügen ungewöhnliche Töne, die man von einem Bassisten nicht erwartet und dann als Draufgabe ein Solo einzufügen. Auftritte in ganz Europa und Kuba haben ihn bekannt gemacht.

Bartels, viel beschäftigter Musiker, ist Drummer bei den Swinging Fireballs und auf Konzertreisen weltweit unterwegs.

Brendgens-Mönkemeyer bewies einmal mehr seine Perfektion an der Gitarre. Ob als Solist, oder mit anderen Musikern zusammen, er versteht es, der Gitarre klanglichen Raum zu geben. Wem der Jazz der frühen Jahre zu laut ist, erlebt bei ihm eine Ausdrucksform, die Stimmungen aufgreift und weiterträgt. Gerne schreibt der Ottersberger für bekannte Stücke eigene Arrangements, die Songs dann seine individuelle Note geben.

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