Mitmachzirkus Ubuntu beendet Sommertournee

Tumult im Fischerdorf

Der Mitmachzirkus Ubuntu beschloss auch in diesem Jahr nach Gastspielen in ganz Norddeutschland seine Sommertournee in Ottersberg. Foto: Elke Keppler-Rosenau
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Ottersberg (kr). „Wir gehen bei diesen Temperaturen total an unsere Grenzen. Draußen 32 Grad und drinnen im Zelt noch zehn Grad mehr. Aber wir halten durch.“ Ein junger Akrobat der Zirkustruppe „Ubuntu“ wischte sich in der Pause zwischen den Auftritten am Mühlenweg in Ottersberg die Schweißtropfen von der Stirn. Die anhaltende Hitze forderte den Akrobaten, Clowns, Jongleuren, Artisten, dem Orchester und allen, die hinter den Kulissen die Strippen zogen, Höchstleistungen ab, um die in unzähligen Proben einstudierte Geschichte von „Lumea – Tumult im Fischerdorf“ aufzuführen.

Mit von der Partie waren auch 2018 wieder Jugendliche in einem bunt gemischten Mix, darunter auch einige Eltern als Helfer. Und es gelang ihnen einmal mehr, ihr Fan-Publikum zu verzaubert. Die fantastische Geschichte von Lumea, dem verträumten Fischerdorf, in dem wahrer Frieden herrscht, so rüberzubringen, dass sich alle Zuschauer direkt dahin versetzt fühlten. Es gab träumerische Szenen, die die Akteure mit szenischem und mimischen Spiel umsetzten, kraftvolle Akrobatik, knifflige Jonglage und spielerische Artistik, wobei schnell deutlich wurde, dass eine aufwendige Probenarbeit den Aufführungen vorangegangen war. Fließende Übergänge der Szenen erzählten die Geschichte von Lumea, dessen Idylle von einer Gruppe von Waisenkindern gestört wurde, die alle Dorfbewohner mit ihren Streichen in Atem hielten. Ein wohlhabender Herr Köpmann, empörte sich, er ruft die Polizei auf den Plan, denn er verfolgt wirtschaftliche Ziele. Lumea sollte ein Nobelkurort werden und dabei standen die Waisenkinder mit ihrem Schabernack im Wege. Sie sind nicht erwünscht, die Polizei ist hinter ihnen her, aber sie sind schlau und haben Verbündete. Die Dorfpolizisten sehen sich vor einer großen Herausforderung und geraten in einen Interessenskonflikt, den die Zirkustruppe anschaulich in die Szenerie einbaut. Sie arbeiteten sich von Schaubild zu Schaubild, und trotz der brütenden Hitze gelingt es ihnen mit unglaublicher Disziplin, das Stück in seinen Inhalten schlüssig und spannend rüberzubringen. Diese Mischung aus Schauspiel, Show und Zirkus macht seit vielen Jahren den Reiz von Ubuntu aus. Die Stücke werden unter Beteiligung aller Mitwirkenden, die von Jahr zu Jahr wechseln, selbst geschrieben, die Kostüme entstehen in eigener Werkstatt, die Choreografie wird so lange einstudiert, bis sie stimmt ohne das Grundthema Zirkus dabei aus den Augen zu verlieren. Zielsetzung dabei ist, die Zuschauer in eine verzauberte Stimmung zu versetzen und dabei auf alle Hilfsmittel, die in anderen Zirkussen angewendet werden, zu verzichten. Immer wieder gibt es ein traumverlorenes Flair, dass Zuschauer in eine Welt von Freundschaft, Vertrauen und Mitgefühl versetzt, dabei aber die kunterbunte Erlebniswelt in der Manege in den Vordergrund stellt. Dieser Zirkus, der Mitwirkende aus ganz Norddeutschland in seinen Reihen hat, bezaubert durch eine ungezwungene Natürlichkeit, die darauf setzt, Menschen in die Welt der Träume zu entführen ohne Märchen zu erzählen.

• Das Ubuntu plant bereits die Tour 2019. Wer mitmachen will, kann sich unter kontakt@ubuntu.de bewerben.

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