Mensarat prüft Finanzierungsmöglichkeiten

„Freitags nicht kochen“

An der HKS wird nach wie vor über den Fortbestand der Mensa diskutiert. Foto: Björn Blaak
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Ottersberg (rs). Am Dienstag trafen sich Studenten und Leitung der Hochschule für Kunst im Sozialen (HKS) in Ottersberg zu einer Vollversammlung. Hauptgrund dafür war die geplante Schließung der Mensa (die Rundschau berichtete), die den Studierenden Knall auf Fall präsentiert wurde, ohne dass sie dazu hätten Stellung beziehen können.

Nun wollen Studierende mittels des Mensarates ihr Ziel verfolgen, ihre Mensa zu erhalten. „Wir sind nicht gegen die Hochschule, sondern für die Mensa“, sagte eine Studentenvertreterin. Die Mensa laufe, weil Studierende sich einbringen, denn es gehe ihnen um die Atmosphäre des Ortes, sie sei ein Symbol für das, was es heißt, Student an einer Hochschule mit alternativen Lernkonzepten wie der HKS zu sein. Die Mensa sei das Herzstück.

Auf der Versammlung erklärte HKS-Geschäftsführer Andreas Möhle, dass durch die Schließung jährlich 40.000 Euro eingespart werden sollen. So hoch sei das Defizit, das von der Hochschule nicht gedeckt werden könne. Das hätte der Aufsichtsrat des Trägers der Hochschule im Sommer beschlossen. Als Grund wurde die sinkende Anzahl von Studierenden genannt.

Die Hochschulleitung, die sowohl die Mensaleitung als auch die Studenten vor vollendete Tatsachen gestellt hatte, zeigte sich aber gesprächsbereit. Sie begrüßte die Sammlung von Ideen, die einen weiteren Betrieb der Mensa ermöglichen würden, spielte den Ball der Finanzierung allerdings den Studenten zu, da die Landesregierung keine Gelder für „studentische Initiativen“ wie die Mensa bereitstelle, so die HKS-Leitung. Als mögliche Lösung wurde die Erhöhung der Studiengebühren von neun Euro ins Gespräch gebracht.

Der Mensarat will sich zukünftig jede Woche treffen und lädt Mitstudenten ein, sich zu beteiligen und Ideen beizutragen. Gesucht wird nach einem Weg, Fördergelder zu generieren. So werde auch über ein sogenanntes Crowdfunding nachgedacht. Der Nachteil dabei ist allerdings, dass diese „Schwarmfinanzierung“ lediglich für einmalige Investitionen, wie zum Beispiel für einen neuen Herd, aber nicht für jährlichen Ausgaben der Hochschule genutzt werden können.

Dennoch, die Studenten sprühten vor Ideen, um die Kosten zu senken, darunter „am Freitag nicht zu Kochen“ oder ein Kochbuch zusammen zu stellen und zum Verkauf anzubieten.

„Wir müssen nur als Studierende handeln“, hieß es unter den Freidenkern und die „Kosten aus der Hand der Hochschule nehmen“, um so finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen. Auch über die Möglichkeit einer Vereinsgründung wurde laut nachgedacht.

„Bei so vielen Möglichkeiten wird der Mensarat jede Menge Arbeit haben, um eine wohlüberlegte Entscheidung zu treffen“, heißt es aus den Reihen des motivierten Mensarates.

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