Kleiderkammer sucht neue Bleibe

Eine Raumfrage

Haben alle Hände voll zu tun (von rechts): Ursula Granz und Christina Dittmer-Ropers von der Kleiderkammer, Fatim, die den Frauen hilfreich zur Seite steht und auch als Dolmetscherin agiert, und Ayman.
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Ottersberg (r/bb). Um Flüchtlingen und Personen mit geringen finanziellen Mitteln auch weiterhin Zugang zu guter Second-Hand-Kleidung zu ermöglichen, sucht die Gemeinde Ottersberg für die Ehrenamtlichen dringend einen gesponserten Raum für die Einrichtung einer Kleiderkammer.

In der jetzigen Kleiderkammer „Mohnblume“, die sich in der alten Schulturnhalle befindet, ist im September Schluss. „Dann kommen die Heizperiode und der Saisonwechsel der Garderobe“, erklärt Ursula Granz von der Kleiderkammer. Da würde sich der Betrieb nicht mehr lohnen, weil die Halle im kommenden Jahr ohnehin abgerissen wird. Granz gehört genauso wie Christina Dittmer-Ropers, Gerda Böhlcke und Traute Przygodda zu den Frauen der ersten Stunde. Als seinerzeit auf einer Informationsveranstaltung der Gemeinde helfende Hände gebraucht wurden, haben sie sich spontan bereit erklärt, Bedürftige auf ihrem Weg in ein neues Leben zu unterstützen. „Wir sind mit ganz viel Freude dabei und würden es so bedauern, wenn wir mit der Kleiderkammer nicht weiter machen können“, betonen die Frauen, auch wenn es während der Öffnungszeit, dienstags von 15 bis 17.30 Uhr, mitunter „hoch her geht“.

Dann bringen die einen Sachspenden, andere wiederum schauen sich im Sortiment um. Da wird die Kleiderkammer auch zum Ort der Begegnung und des gegenseitigen Austauschs. „Wenn Flüchtlinge berichten, dass ihr Asylantrag angenommen wurde und sie eine eigene Wohnung bezogen haben, freuen wir uns mit ihnen“, sagt Granz.

Damit die neuen vier Wände ein wirkliches Zuhause werden, bekommen die Bedürftigen in der Kleiderkammer auch Haushaltswaren, Bett- und Tischwäsche, Geschirr, Gläser, Vasen und Dekoartikel. „Eben alles, was die Wohnung schöner macht“, informiert Dittmer-Ropers und weist darauf hin, dass noch Kinderspielsachen, Herrenbekleidung, Elektro-Kleingeräte, Sportbekleidung, Haushaltswaren oder modische Bekleidung für jüngere Menschen benötigt werde.

Damit es auch zukünftig eine Kleiderkammer in Ottersberg geben kann, muss schnell die Raumfrage geklärt werden: Wer einen Raum zur Verfügung stellen möchte oder eine gute Idee hat, wo einer leer steht, kann sich direkt an die Flüchtlingskoordinatorinnen Nele Peek und Katharina Connellan von der Gemeindeverwaltung unter Telefon 04205/317044 wenden. Ansprechpartnerin für Sachspenden ist Ursula Granz unter Telefon 04205/8979. Wer etwas abgeben möchte, kann das auch direkt bei der Kleiderkammer in der alten Schulturnhalle tun.

Autor

Björn Blaak Björn Blaak
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 bjoern.blaak@rotenburger-rundschau.de

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