Kita Quelkhorn weiht Spielgerät ein / Gemeinde zahlt 15.000 Euro

Ein Schiff oder auch nicht

Der Mastkorb war das erklärte Ziel aller Kinder, die ihr neues Spielgerät in der Quelkhorner Kita einweihten. Kindergartenleiterin Angela Günther-Sogorski ist bereits oben angekommen. Foto: Elke Keppler-Rosenau
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Quelkhorn (kr). „Wir freuen uns total. Dieses Spielgerät ist eine wirkliche Bereicherung für unseren Außenbereich. Den Aufbau haben die Kleinen in den vergangenen Wochen mit Spannung beobachtet. Sie konnten die Einweihung kaum abwarten.“ Angela Günther-Sogorski, Leiterin der Kita Quelkhorn, war die erste, die in den erhöhten Ausguck durfte. Von dort hatte sie einen guten Überblick über den Garten im hinteren Bereich der Kita, in dem die überdimensionale Kletterinstallation aufgebaut wurde.

Geduldig warteten die Kinder aus allen vier Gruppen ihr O. K. ab, um dann voller Begeisterung ihr neues Abenteuer-Terrain zu erobern. Auf der einen Seite ging es über ein mächtiges Schiffstau in Richtung Ausguck, auf der anderen Seite musste über schmale Hölzer balanciert werden, um in den oberen Bereich zu kommen. Mächtige Eichen- und Robinienstämme, verbunden mit natürlich gewachsenen Holzteilen, mit wetterfesten Speziallacken farblich unterschiedlich gestaltet, bilden Räume, die mit viel Fantasie einem Schiff zuzuordnen sind, das von einem Mastkorb gekrönt wird. In diesen Korb wollten alle, um von dort herunterzurufen – und zu winken.

Mut und Kletterkünste waren gefragt, um nicht in den weichen Sand am Boden zu fallen, und die erste Begehung gestaltete sich für kleine Hände und Füße gar nicht so einfach, aber das erste Mal im Mastkorb zu stehen, fanden alle wichtig.

„Wir geben die Form und Interpretation unserer Spielgeräte nicht vor. Dieses Teil kann man als Schiff ansehen oder auch nicht. Wenn wir planen, binden wir künftigen Nutzer, sprich Kita-Leitung und Betreuer, mit ein und erarbeiten die Ausgestaltung an deren Wünschen und am künftigen Standort. Alle unsere Exponate sind individuell, also Unikate, die es so nur einmal gibt“, sagte Sascha Baum-Stolberg, der mit seinem Kompagnon Kevin Weimann die Manufaktur „Spielkunst“ in Narthauen betreibt und mit Aufträgen bundesweit unterwegs ist.

Sie verwenden dauerhafte Hölzer aus heimischen Wäldern in Kombination mit Materialien, die kindgerecht und sicher im Gebrauch sind. Es gibt keine scharfen Kanten, die eine Verletzungsgefahr begünstigen und farbliche Anstriche sind nicht gesundheitsgefährdend.

Die Kosten für die Konstruktion belaufen sich für die Gemeinde Ottersberg auf 15.000 Euro.

„Wir würden dieses Konzept von Spielkunst in unserem Außenbereich gerne fortsetzen und haben diesbezüglich die Weichen mit unserem Förderverein gestellt. Was immer man in Eigenleistung zusammenzimmert, kann nicht mit dieser hochwertigen Konstruktion mithalten. Davon haben Generationen von Kita-Kindern etwas, von der Sicherheit ganz zu schweigen. Darüber hinaus wird die Motorik der Kinder aktiv gefördert. Wenn man genau hinschaut, sieht man, wie viel Erfindungsgeist und Körperkraft eingesetzt wird, um über die verschiedenen Kletterwege ans Ziel zu kommen“, erklärte Günther-Sogorski.

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