Kammerchor Cantemus gastiert vor vollem Haus

„Du höchstes Licht“

Der Kammerchor Cantemus gab ein Konzert in der Liebfrauenkirche in Fischerhude. Foto: Elke Keppler-Rosenau
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Fischerhude (kr). „Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Sie gehen hin und weinen und tragen edlen Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Gaben“, komponierte Heinrich Schütz (1585 bis 1672) und schuf damit einen geistlichen Gesang, der die Zeit überdauert hat. In der stillen Jahreszeit wird diesem Werk von Chören immer mal wieder Aufmerksamkeit geschenkt und bringt Zuhörer zum andächtigen Lauschen. So auch am ersten November-Sonntag in der Fischerhuder Liebfrauenkirche, in der der Kammerchor „Cantemus“ unter der Leitung von Florian Baumann konzertierte.

Unter dem Titel „Du höchstes Licht“ boten die Sänger geistliche Kompositionen aus fünf Jahrhunderten dar und erfreuten die Zuhörerschaft sowohl mit ihren Stimmen, als auch mit einem ausgewählten Programm sakraler Musik.

Mit „Selig sind die Toten“, ebenfalls von Heinrich Schütz, setzte sich die Darbietung fort, um dann das bekannte „Komm, Jesu, komm“ aus der Feder von Johann Sebastian Bach (1685 bis 1750) zu Gehör zu bringen. „Komm Jesu, komm, mein Leib ist müde. Die Kraft schwindet mehr und mehr. Ich sehne mich nach deinem Frieden. Der saure Weg wird mir zu schwer“, dichtete der Ausnahmemusiker zu seiner Zeit und schuf damit ein Werk, das so recht in diese Jahreszeit passt und tröstlich für alte und kranke Menschen war und ist. Verschiedene Musikstücke in lateinischer Sprache, getragen und mit stimmlicher Tiefe vorgetragen, setzten das Konzert fort. Acht geistliche Gesänge von Max Reger (1873 bis 1916) mit dem Obertitel „Wir glauben an einen Gott“ galten als gesungenes Glaubensbekenntnis, das neben dem Agnus Dei auch das Kreuzfahrerlied beinhaltete, das in früheren Zeiten angestimmt wurde, wenn sich die Mannen der Könige und Herrscher auf gefährliche Reisen begaben, von denen viele nicht wiederkehrten. Aus dem „Morgengesang“ sprach der tiefe Glaube an die göttliche Wahrheit und im „Nachtlied“ das Vertrauen,“ das in die Hinwendung zu Gott gelegt wurde. Mit dem „Schlachtengesang“, der von Cantemus mit großer Inbrunst vorgetragen wurde, zogen Soldaten in den Krieg, ohne zu wissen, ob sie ihn überlebten. Viele Krieger fanden Trost in diesen Gesängen. Mir diesem Konzert stellte der Chor einmal mehr seine stimmlichen Qualitäten unter Beweis und überzeugte durch eine beeindruckende Singfreude.

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