Jochen Peper ist neuer Gewässerwart

Der Herr der Wümme

Der Nordarm der Wümme ist nicht nur unter Anglern beliebt. Foto: Elke Keppler-Rosenau
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Fischerhude (kr). Der Fischereiverein Fischerhude-Quelkhorn hat einen neuen Gewässerwart. Und mit Jochen Peper übernimmt ein waschechter Fischerhuder den Posten.

Peper wurde 1965 in dem Ort an der Wümme geboren, dort ist er aufgewachsen, zur Schule gegangen und auch seine Berufsausbildung hat er in Fischerhude absolviert. Und wie jeder Fischerhuder Junge hat er natürlich in der Wümme gebadet und geangelt. Sein Vater Kurt Peper hat es ihm schließlich vorgemacht. Er gehörte 1978 zu den Gründungsmitgliedern des Fischereivereins Fischerhude-Quelkhorn. Jochen Peper war bis zu seinem 27. Lebensjahr Mitglied des Vereins, dann änderten sich seine Interessen und er verließ den Fischereiverein wieder. Die Liebe zur Wümme und ihren zahlreichen Nebengewässern ist allerdings nie erloschen.

Rückkehr nach 25 Jahren

Konsequenterweise ist er im vergangenen Jahr wieder in den Fischereiverein eingetreten. Nicht, weil er wieder angeln wollte, sondern weil er sich vorgenommen hatte, sich für diese einzigartige Flusslandschaft stärker zu engagieren. Als sich andeutete, dass der langjährige Gewässerwart Mirko Pracht aus Zeitgründen sein Amt zur Verfügung stellen würde, sprach der Vorsitzende des Vereins, Helmut Blohm, seinen Jugendfreund und Wiedermitglied Peper an, ob er bereit wäre, das Amt des Gewässerwartes zu übernehmen. Der musste nicht lange überlegen. Er versicherte sich lediglich, dass er keinem Vereinsmitglied mit Ambitionen auf dieses Amt, dazwischen grätschen würde, und wurde einstimmig während der jüngsten Jahreshauptversammlung gewählt.

Sein Vorgänger hat ihn intensiv auf sein neues Amt vorbereitet, ihm die Gepflogenheiten mit Blick auf die Besatzpolitik des Vereins alles Notwendige erläutert und ihm die Fangstatistiken der vergangenen Jahre übergeben.

Gut vorbereitet ins neue Ehrenamt

„Eine gute Grundlage für meine künftige Arbeit als Gewässerwart“, freut sich Peper. Sein Engagement wird sich jedoch nicht nur darauf konzentrieren, dass es der „Unterwasserwelt in den verschiedenen Wümme-Armen sowie im Sportplatzsee möglichst gut geht. Peper sieht sich auch als praktischen Umwelt- und Wasserschützer: „Ich habe in den vergangenen Jahren einiges an Müll aus den Uferbereich zusammengesammelt.“ Einfach weil ihm Verschmutzungen in der Natur ein Dorn im Auge sind. Das will er auch künftig so beibehalten und hofft, dass seine Vereinskameraden mitziehen und nicht nur ihren eigenen Müll vom Wasser mitnehmen, sondern auch den, der von anderen achtlos weggeworfen wurde.

Auch auf die angeschlossenen Gräben, von denen der Fischereiverein ebenfalls einige bewirtschaftet, hat Peper ein wachsames Auge. Das war gerade in den vergangenen beiden, sehr trockenen Sommern erforderlich. Schon kleinere Verstopfungen an Überläufen haben dazu beigetragen, dass nicht genügend Wasser nachgelaufen ist und die Fische sich plötzlich in kleinen Pfützen wiederfanden und zu verenden drohten. Peper hatte gehandelt und dafür gesorgt, dass genügend Wasser nachfließen konnte.

Für den engagierten Fischerhuder war das nichts Besonderes, sondern praktischer Gewässerschutz. Den will er in den kommenden Jahren als Gewässerwart weiterhin praktizieren. Für den Fischereiverein, der wie viele Vereine Probleme hat, Mitstreiter zu finden, die sich im Vorstand engagieren, scheint Peper nichts weniger als ein Glücksfall.

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