Infotreffen zum Wohnprojekt in der alten Hochschule am Wiestebruch

Die neue Lebens-Art

Haben große Pläne: Silvia Ingenfeld (links) und Christine Pockels stellen am 7. Dezember das Wohnprojekt "Lebens-Art" vor. Foto: Björn Blaak
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Ottersberg. Im Juli 2017 berichtete die Rotenburger Rundschau, dass ein Verein den Altbau der Hochschule für Künste im Sozialen, kurz HKS, im Wiestebruch übernehmen will. Doris Plaat und Christine Pockels schilderten damals ihre Vorstellungen von einem „Wohnprojekt Lebensart“, in dem Leben, Kunst und Kultur unter einem Dach stattfinden sollen. Dann wurde es ruhig um den Verein. In diesem Jahr tauchte er wieder auf. Und das nicht alleine: Inzwischen gibt es neben dem Verein „Lebensart“ auch eine Lebensart GmbH & Co. KG, noch folgen soll eine Stiftung.

Verein und Kommanditgesellschaft traten im September dieses Jahres erstmals gemeinsam öffentlich in Erscheinung. Für eine Million Euro übernahmen sie den Altbau von der HKS und will diesen, beginnend in 2020, sutje zu einem Wohn- und Kulturprojekt umbauen.

„Ich wollte schon immer in einem Wohnprojekt leben“, sagte Christine Pockels, Künstlerin und Musikerin aus Ottersberg und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Projektes, gegenüber der Rundschau. Sie hätte das bereits einmal in Portugal ausprobiert, und es hatte ihr sehr gefallen. Auch Silvia Ingenfeld, ebenfalls für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, kann sich solch ein Leben gut vorstellen. Dafür würde die gelernte Erzieherin, die früher in der Kita am Berg in Oyten tätig war, auch ihr Reihenhaus verlassen. Sie könnte sich sogar vorstellen, als Tagesmutter auf dem Areal im Wiestebruch tätig zu werden.

Geplant ist dort sowohl ein Wohn- als auch ein Kulturbereich. Der rund 1.200 Quadratmeter große Wohnbereich im sogenannten Südflügel soll nach aktueller Planung 18 Wohneinheiten beinhalten. Gedacht für Singles, Paare und Familien. Alle Einrichtungen sollen barrierefrei erreichbar sein. „Alle schauen ins Grüne“, sagt Pockels, denn der Wohnbereich befindet sich in direkter Lage am Naturschutzgebiet mit unverbaubarem Blick auf die Wümmewiesen.

Der Kulturbereich, der sowohl im Ost- als auch im Westflügel untergebracht werden soll, ist als „lebendiger Ort“ geplant. Auch dort stehen 1.200 Quadratmeter zur Verfügung. Raum für Ateliers, Therapie, Kinderbetreuung und kulturelle Veranstaltungen.

Auch soll Platz für eine Studenten-WG geschaffen werden und eine Betreiberin aus Ottersberg plant dort ein „Bed and Breakfast“ zu betreiben. Ein Teil der geplanten Atelierfläche soll der gemeinnützigen Kunstschule „Paula“ aus Worpswede zur Verfügung gestellt werden, die ihr Angebot nach Ottersberg erweitern möchte.

Einen weiteren Bestandteil des kulturellen Angebotskonzeptes bilden Büroräume für freischaffende Künstler, Gründer und Jungunternehmen, die diese als „Co-Working-Spaces nutzen können.

Wichtig ist den Verantwortlichen, dass ein Zusammenleben von Menschen jeden Alters und jeglicher Couleur stattfindet, die sich gegenseitig inspirieren und, wenn möglich, unter die Arme greifen. Wobei „die gegenseitige Hilfe geschenkt wird, ohne verpflichtend zu sein“, so Pockels.

Zunächst jedoch wird der Altbau noch von der HKS gemietet, und dann häppchenweise an „Lebens-Art“ übergeben. Geplant ist, dass das Wohngebäude bis 2021 auf den neuesten energetischen Stand gebracht, kernsaniert und beziehbar sein wird.

Aktuell geht es den Verantwortlichen um die konkrete Planung des Umbaus des Wohngebäudes. Dazu laden sie nun Interessierte ein, die sich vorstellen können, in dem Kultur- und Wohnprojekt zu leben, sich zu engagieren und zu investieren. Diese Infoveranstaltung wird am Samstag, 7. Dezember, um 15 Uhr im Altbau der HKS, Wiestebruch 68 - 70 mit einer Führung durch das Gebäude beginnen, gefolgt von einem Treffen an dem weitere Informationen gegeben und Fragen beantwortet werden.

• Wer sich vorab über das Projekt informieren möchte, kann das auf www.lebensart-ottersberg.de tun.

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