Grundsteinlegung an der HKS erfolgt

Mit besorgtem Blick

Nach Anweisung des Poliers legte der künstlerische Leiter der HKS, Ralf Rummel-Suhrcke (Mitte), die Zeitkapsel in den Grundstein für den neuen Forschungstrakt. Foto: Elke Keppler-Rosenau
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Ottersberg (kr). „Ich habe noch nie einen Grundstein gelegt. Wie macht man das eigentlich?“, Professor Dr. Ralf Rummel-Suhrcke, künstlerische Leiter der HKS zeigte sich etwas ratlos, als er die Kupferkapsel in der Hand hielt, die in den Grundstein des Forschungstraktes als Erweiterungsbau der Ottersberger Hochschule für Künste im Sozialen eingemauert werden sollte.

Aber Polier Mathias Zörer von der bauausführenden Firma Stehnke war vorbereitet: Mörtel, Maurerkellen und Wasserwaage standen bereit und so konnte das Zeitdokument mit Inhalt für die Nachwelt nach traditionellem Brauch und unter Beifall von Gästen in den Grundstein eingemauert werden.

Bei strahlendem Winterfetter hatten sich am vergangenen Donnerstag zahlreiche Besucher aus der Kommunalpolitik, der Gemeinde, am Bau beteiligte Firmen und Handwerker, Vertreter der HKS, Dozenten, Studierende und Nachbarn eingefunden, um diesem feierlichen Akt auf der Baustelle beizuwohnen.

Die Ehre des Einmauerns oblag dabei neben Rummel-Suhrcke Professorin Elke Wolf sowie Architekt Andreas Hoevermann und Bauunternehmer Johann Gottfried Stehnke und klappte nach Anweisung von Zörer reibungslos und zügig, sodass der Mörtel nicht vorzeitig fest wurde. Zuvor hatte Rummel-Suhrcke den Gästen noch eine ausführliche Einführung in das Bauvorhaben gegeben, das in zwei Abschnitten erstellt werden soll. Er ging dabei bis in die allererste Planungsphase zurück.

Die Beschaffung von Fördermitteln hatte sich als nicht einfach erwiesen und immerhin musste die HKS 10 Prozent Eigenmittel nachweisen, wodurch der Verkauf des Altbaus am Wiestebruch unbedingt notwendig war. Die anfänglich bezifferten Gesamtkosten von rund 3,6 Millionen Euro würden mit Sicherheit überschritten, sagte der Professor und richtete dabei mit, wie er sagte, einen überaus besorgten Blick auf stetig steigende Kosten im Bauwesen. „Ich sage das mit zitternder Stimme. Allein die Gründungsarbeiten wurden teurer als geplant, weil wir hier in einer nassen Gegend bauen“, meinte er leicht scherzhaft eingefärbt, obwohl er damit wohl nicht falsch liegt. Und es gelte Fristen einzuhalten, um die Vorgaben für Förderungen nicht zu gefährden. Dennoch seien Einzug und Nutzung ab dem Wintersemester 2020/2021 fest eingeplant. Der zweite Bauabschnitt für den Büro – und Verwaltungstrakt mit Seminargebäude soll im März 2020 starten. Insgesamt ergeben beide Projekte eine Fläche von 1.265 und 2.100 Quadratmeter.

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