Gründer des Ottersberger DRK-Rettungsdienstes erinnern sich

Treffen der Ehemaligen

Die ehemaligen Helfer des DRK Ottersberg, die jahrelang ehrenamtlich im Rettungsdienst tätig waren, mit Wilhelm Asendorf (rechts). Foto: Tobias Woelki
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Wümmingen (woe). Die Freude über das Wiedersehen war groß. Vor mehr als 30 Jahren bauten Helferinnen und Helfer aus dem Flecken Ottersberg den ehrenamtlichen Rettungsdienst auf. Am Sonntag lud Initiator Wilhelm Asendorf die Frauen und Männer der ersten Stunde zu einem gemeinsamen Treffen ein.

Beim zünftigen Mittagessen schwelgten die Gäste in Erinnerungen. „Im Jahr 1978 kam der Landkreis auf uns zu und bat uns den Krankentransport zu übernehmen“, erklärte Asendorf, der damals mit seiner Ehefrau Gerda ein Taxiunternehmen in Ottersberg betrieb.

Den Krankentransport und Rettungsdienst hatte bis 1978 eine andere Organisation wahrgenommen, von der sich der Landkreis trennte. In dieser prekären Lage wandte sich der damalige Oberkreisdirektor an Heinz-Ludwig Rebentisch, damals Ottersberger Bürgermeister und Kreistagsabgeordneter, mit der Bitte, Strukturen für den Krankentransport im Flecken Ottersberg aufzubauen.

„Heinz-Ludwig Rebentisch hat für die Idee geworben und zahlreiche Engagierte aus dem Ort gefunden. Nach einem Erste-Hilfe- Lehrgang und der Ausbildung zum Sanitätshelfer in Achim-Baden durch die Eheleute Gillmann erhielten wir eine Einweisung durch einen Arzt des Achimer Krankenhauses im Umgang mit einem Krankenwagen. Während dieser Einweisung erhielten wir unseren ersten Einsatz. So transportierten wir eine Seniorin aus Bassen zum Achimer Krankenhaus“, erinnert sich Wilhelm Asendorf.

Die Gruppe der Freiwilligen gründete dann den DRK Ortsverein Ottersberg im Jahr 1978. Das Deutsche Rote Kreuz organisierte bis dahin die Blutspendetermine, oftmals durch Schwesternhelferinnen oder Frauen aus dem Wümmeort. Ein eigenständiger Ortsverein existierte bis 1978 nicht, dann gründeten 18 Helferinnen und Helfer die Ottersberger DRK-Bereitschaft, die ehrenamtlich über Jahre hinweg an den Wochenenden von Freitag, 18 Uhr, bis Sonntag, 18 Uhr, den Krankentransport und Rettungsdienst übernahm.

„In der Woche unterstützt durch Helfer fuhren meine Frau und ich neben Taxifahrten Kranke in die Krankenhäuser. Das ging über zehn Jahre.“ Der Rettungsdienst entwickelte sich in dieser Zeit immer mehr zu einem professionellen Dienstleister. Die Ausbildung und die Ausstattung der Einsatzfahrzeuge verbesserten sich. Immer mehr hauptamtliche Personen erhöhte die Qualität der Patientenversorgung.

Ende der 1980er-Jahre klang der ehrenamtliche Rettungsdienst allmählich aus. Fast nur noch an den Wochenenden kamen die Mitglieder der DRK Bereitschaft im Krankentransport zum Einsatz.

„Es war eine spannende Zeit. Wir haben viel erlebt an Einsätzen und an Gemeinschaft. Parallel zu unseren Einsätzen bauten wir das DRK-Heim damals auf. Dabei schufen wir das Gebäude beinahe vollständig in Eigenleistung.“

Die Zahl der Helferinnen und Helfer in der DRK Bereitschaft steigt seit Jahren stetig an. Immer wieder erweiterten Helfer das Gebäude um Garagenplätzen und einem großen Aufenthaltsraum. Trotz Erweiterungen reicht der Platz nun nicht mehr aus.

„Aktuell zählt die DRK Bereitschaft mehr als 40 Helferinnen und Helfer und gilt als eine der größten Bereitschaften nicht nur im Landkreis, sondern auch in der Region“, so Asendorf.

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