Großer Andrang beim ersten Repaircafé im Rektorhaus

Manchmal ist es nur ein Wackelkontakt

Bei manchen Elektrogeräten gab es nur Kleinigkeiten zu reparieren, bei anderen dauerte es länger. Aber eilig hatte es niemand. Foto: Elke Keppler-Rosenau
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Ottersberg (kr). Eine stilvolle Bankers-Lamp, eine Nähmaschine, ein Föhn, eine Nähmaschine; die Liste der defekten Geräte die zur Premiere des Ottersberger Repaircafés in Rektorhaus getragen wurden, war lang. Der Start des Repaircafés gestaltete sich überaus erfolgreich und ließ sowohl Initiatorin Sabine Bartram, als auch Wilfried Voortmann vom Kulturverein im Rektorhaus zufrieden, wenn nicht gar ebenso überrascht strahlen, wie die Besitzer der reparierten Geräte.

Versierte Handwerker, auch bereits pensionierte, haben sich nach längerer Vorbereitung zu einer ehrenamtlichen Gruppe zusammengeschlossen und bieten von nun an jeden ersten Donnerstag im Monat in der Zeit von 15.30 bis 19 Uhr einen kostenlosen Reparaturservice an, für den bei Erfolg gerne eine kleine Spende entgegengenommen wird.

Für Nutzer gibt es dazu noch Kaffee und Kuchen um die Wartezeit zu verkürzen, und die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Wer neugierig ist, darf den Reparateuren auch gerne bei ihrer Arbeit zusehen und sich technische Einzelheiten erklären lassen. Wer gerne möchte, darf bei der Reparatur nach Anleitung auch selbst Hand anlegen und sich so technische Fähigkeiten aneignen, denn die Ehrenamtlichen, bestehend aus Maschinenbau- und Modellbauer, Elektroingenieuren und versierte Handwerker vermitteln gerne ihre Kenntnisse und bringen nicht nur ihr Wissen und technische Fähigkeiten ein, sondern auch ihr eigenes Werkzeug. Garantien gibt es natürlich nicht, aber das schienen die Nutzer auch nicht zu erwarten „Oftmals ist es nur ein Wackelkontakt oder eine Platine muss gereinigt werden. Es gibt aber auch Geräte, die an Verschleiß leiden, dann ist nichts mehr zu machen“, erklärte Rainer, eine Elektro-Ingenieur, dem es Spaß macht, sein berufliches Know-how ehrenamtlich einzusetzen. Er reparierte erfolgreich eine Kaffeemaschine, die ohne sein Zutun auf dem Schrott gelandet wäre. Mit Geduld und technischem Verständnis gelang es ihm, das Gerät wieder zum Laufen zu bringen, und freute sich über die Dankesworte der Besitzerin, die nun wieder ihren Latte macchiato genießen kann. Eine Nähmaschine, bei der gar nichts mehr ging, wurde ohne großen Aufwand wieder instandgesetzt, und eine wunderschöne Bankers-Lamp brauchte nur einen neuen Zug, um wieder funktionsfähig zu sein. „Ich habe es einfach nicht über mich gebracht, dieses schöne Stück in den Müll zu werfen. Aber ohne Zug ging sie nicht an und wo findet man noch ein Geschäft mit Reparaturservice. Das gibt es fast nicht mehr, schon gar nicht für Kleingeräte. Dieses Repaircafé ist einfach eine tolle Einrichtung. Hoffentlich hält es sich,“ sagte eine Besucherin. Selbst eine versierte Näherin was vor Ort und machte mit ihrer Fingerfertigkeit Kleidungsstücke wieder top.

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