Gotteshäuser in Zeiten von Corona

Kirche digital

In Posthausen kann jedermann Bibelverse an den Weinstock vor der Kirche anbringen. Foto: Tobias Woelki
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Ottersberg. Das Corona-Virus lähmt auch das öffentliche Leben in den Kirchengemeinden. Doch wie reagiert die Kirche auf die aktuelle Situation in Zeiten des Corona-Virus. Denn auch Kirche muss sich umstellen und sich auf die Ausnahmesituation einstellen, das seelische Angebot organisieren, Taufen und Hochzeiten absagen und auf Beerdigungen reagieren. Das Ergebnis: Die Kirchengemeinden nutzen verstärkt die digitale Kommunikation.

„Wir haben alle Veranstaltungen eingestellt“, berichtet Constanze Ulbrich, Pastorin der Lukas-Kirchengemeinde Posthausen. Und: „Unsere Sitzungen halten wir per Videokonferenz ab, was wir bereits mit wenigen Teilnehmern ausprobiert haben. Wir schreiben Briefe an die Gemeindemitglieder. Die Seelsorge erfolgt telefonisch. Wir sehen auch eine Chance in der Digitaltechnik. Wir planen weiterhin unsere Kirche am Karfreitag und zu Ostern zu öffnen.“ Als eine der ersten Reaktionen „bieten wir als Kirchengemeinde jedem an als Trostspender Bibelverse an unseren Weinstock vor der Kirche anzubringen“, so die Pastorin.

Wiebke Ridderskamp, Pastorin der Christophorus-Kirchengemeinde Ottersberg, erklärt: „Alles ist abgesagt. Wir warten die Entwicklung ab. Vieles muss jetzt organisiert werden. Ich habe meinen Urlaub, den ich jetzt hätte, gestrichen. Die Kommunikation mit den Gemeindemitgliedern halten wir weiter aufrecht. Als Ansprechpartnerin bin ich für die Gemeindemitglieder weiterhin da. Wir kommunizieren per Telefon, per Mail oder über den Schaukasten am Pfarrhaus und an der Kirchentür.“ Die Pastorin überlegt, am Karfreitag und zu Ostern die Kapelle zum stillen Gebet zu öffnen. Ein Online-Gottesdienst sei noch nicht geplant, aber sie wolle sich etwas einfallen lassen zum anstehenden Osterfest, so Ridderskamp.

Silke Kuhlmann, Pastorin der Fischerhuder Kirchengemeinde, stand in der vergangenen Woche und steht erneut vor der Situation Beerdigungen abzuhalten. „Wir richten uns an die Vorgaben der Landeskirche und des Landkreises Trauerfeiern auf dem Friedhof im kleinsten Kreis zu begehen“, erklärt die Pastorin. Und sie merkt an: „Wir alle sind selber verantwortlich, auf sich selbst zu achten. Vielen ist das bewusst. Und so verhalten sich die Gemeindemitglieder aufmerksam und besonnen.“ Per E-Mail und über das Telefon ist die Fischerhuder Pastorin zu erreichen. Alle Veranstaltungen in der Kirche und dem Gemeindehaus sind abgesagt. Kuhlmann denkt darüber nach, ihre Predigt zu schreiben, sie dann per Video aufzuzeichnen und ins Internet zu stellen. „Noch ist das nur eine Idee“, formuliert sie.

„Die Lage ist ständig in Bewegung. Alle Veranstaltungen in der Kirche und dem Gemeindehaus haben wir abgesagt. Wir schauen von Tag zu Tag. Als Pastor bin ich telefonisch und per E-Mail erreichbar“, betont Markus Manzek, Pastor der Otterstedter St. Martin-Kirchengemeinde. „Über Konfirmationen und das Osterfest haben wir in der Kirchengemeinde nachgedacht, aber noch keine Entscheidung getroffen“, so Manzek. Nach einem Hinweis des Superintendenten „werden wir jeden Sonntag ab zehn Uhr die Glocken läuten lassen als Einladung zu einem persönlichen Gebet zuhause“, betont Manzek. Die Kirchengemeinden verweisen allesamt auf die Online-Präsenz der Landeskirche. Unter wwww.kirchzuhause.de kann jeder das digitale Angebot nutzen.

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