Gemeinderat Ottersberg: BIN bekommt mehr Geld / Kunstobjekt für den Hochzeitsgarten

Schwimmen wird teurer

Nach dem Umbau des Otterbades sollen die Eintrittspreise für Erwachsene steigen. Foto: Tobias Woelki
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Ottersberg (woe). Die Gebühren des Otterbades steigen moderat. Und der kommunale Eigenbetrieb Breitband Innovation Nord wird finanziell gestärkt. Das beschloss der Gemeinderat Ottersberg während seiner jüngsten Sitzung in der Aula der Wümmeschule Ottersberg.

Zu Beginn der Sitzung beschloss der Rat die Annahme von zwei Spenden. So stiftete der Trinkwasserverband Verden dem Rathaus und der Kindertagesstätte Quelkhorn je ein Wasseraufbereitungsgerät im Wert von insgesamt 6.200 Euro und ein Unternehmen aus Fischerhude dem Flecken ein Kunstobjekt für den Hochzeitsgarten am Rathaus im Wert von 3.000 Euro. Das Projekt soll mit der Hochschule im Sozialen realisiert werden.

Nach Abschluss der Sanierungs- und Umbauarbeiten steigen die Preise fürs Planschen im Otterbad moderat an. Das beschloss der Rat einstimmig. Wie Helge Dannat, Werksleiter des Elektrizitätswerks Ottersberg, welches das Otterbad betreibt, dem Rat erklärte, seien die Preise nicht mehr aktuell und im Vergleich zu anderen Bädern unter dem Durchschnitt. Mit der Anhebung passe das Otterbad die Preise an das Durchschnittsniveau umliegender Bäder an. Dabei zahlen nur Erwachsene mehr. Der Preis für Kinder, mit Ausnahme des Warmbadezuschlages, bleibe unverändert. „Die Hauptmehreinnahmen erzielen wir durch die gestiegene Bahnmiete. Hier müssen die beiden Kommunen Ottersberg und Oyten mehr zahlen“, sagte Dannat. „Die Gebührenerhöhung ist alternativlos. Die Preise für Kinder werden nicht angehoben, um ihnen den Schwimmunterricht zu ermöglichen“, unterstrich Annegret Reysen (SPD). „Die Erhöhung ist längst überfällig gewesen. Ich begrüße es, dass es das Otterbad gibt. Ich wünsche mir für den Landkreis die Gründung einer Bädergesellschaft, weil wir auch gegenüber den Kommunen, die kein Bad haben, eine Daseinsvorsorge mit dem Bad betreiben“, stellte Jürgen Baumgartner (Linke) fest. Reiner Sterna (CDU): „Wenn die Arbeiten am Otterbad abgeschlossen sind, bekommen wir ein neues Bad. Und damit noch mehr Lebensqualität in Ottersberg, was die Bürgerschaft annehmen wird.“

Zudem erhöhte der Rat das Kapital der Breitband Innovation Nord (BIN) um 100.000 Euro. Damit ermöglicht der Rat dem kommunalen Eigenbetrieb kostenintensive Projekte, wie dem Breitbandausbau innerhalb des Gemeindegebietes in der Bredenau, in der Surheide, in Allerdorf und in Wümmingen zu forcieren sowie alle Schulen mit schnellem Internet zu versorgen und damit vorzufinanzieren. Die Entwicklung der BIN sei sehr erfreulich. „Seit Ende Februar dieses Jahres zählt die BIN mehr als 2.700 Kunden. Und erzielt damit Gewinne. Wir haben immer gesagt, dass ab einem Kundenstamm von 2.500 Kunden die BIN Gewinne einfährt. Die Marke erreichten wir Mitte des vergangenen Jahres“, erklärte Dannat. Die Nachfrage sei hoch. Mehr als 150 Kunden möchten laut Dannat zur BIN wechseln und warten auf das Auslaufen der Altverträge bei ihrem jetzigen Anbieter.

„Jetzt in der Corona-Pandemie merken wir, wie wichtig schnelles Internet ist. Jeden Tag erreichen uns Anrufe von Bürgern, die sich Glasfaser wünschen. Denn das Kupfernetz stößt inzwischen an seine Grenzen. Bei der Gründung wurde die BIN mit viel zu wenig Kapital ausgestattet. Das war ein Geburtsfehler“, sagte Dannat. Mit großer Mehrheit bei 20 Ja-Stimmen, zwei Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen votierte der Rat dafür, das Kapital der BIN um 100.000 Euro aufzustocken.

Abschließend teilte Bürgermeister Tim Willy Weber mit, dass auf Initiative des DRK-Ortsvereins Ottersberg die Rotkreuzler im DRK-Heim hinter dem Rathaus ein Corona-Testzentrum betreiben (siehe Artikel „Testzentrum in Ottersberg öffnet“ auf Seite 14).

Weiter teilte der Verwaltungschef mit, dass bei einem steigenden Inzidenzwert der Gemeinderat künftig virtuell tagen wird. Die Verwaltung werde dazu die Entwicklung der kommenden Wochen beobachten.

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