Gemeindefeuerwehr in Ottersberg zieht Bilanz

Nachwuchsarbeit im Internet

Trotz Corona entstand in Otterstedt ein neues Gerätehaus. Foto: Tobias Woelki
 ©

Ottersberg (woe). Die Corona-Pandemie wirkt sich auch auf die Freiwillige Feuerwehr aus: „Die Aktiven treffen sich nur zu den Einsätzen“, berichtet Andreas Böschen, Gemeindebrandmeister des Flecken Ottersberg. „Die sozialen Kontakte sind stark eingeschränkt oder sie finden digital“, ergänzt er. Mit dem ersten Lockdown ab Mitte März bis Ende August des vergangenen Jahres stellte die Feuerwehr den Ausbildungs- und Übungsdienst ein. „Im September und Oktober, als die Behörden die Corona-Maßnahmen etwas lockerten, haben wir den Dienstbetrieb in Gruppen zu je zehn Personen mit Hygieneregeln ermöglicht. Seit Ende Oktober ist der Dienstbetrieb wieder ausgesetzt“, stellt Böschen bei einem Blick auf das vergangene Jahr fest.

Besonders hart trifft die Corona-Pandemie auch die drei Jugendfeuerwehren und die Kinderfeuerwehr im Flecken, da sich die Jugendlichen und Kinder seit vergangenem März nicht mehr treffen können. „Die Jugendwarte und Betreuer halten derzeit nur über Online-Dienste zu ihnen Kontakt“, erklärt der Gemeindebrandmeister.

Derzeit zählt die Gemeindefeuerwehr in den vier Ortsfeuerwehren Ottersberg, Otterstedt, Posthausen und Fischerhude-Quelkhorn 227 Aktive, 59 Kameraden in der Altersabteilung, 43 Jugendliche und 26 Kinder. Insgesamt rückten die Wehren zu 129 Einsätzen im vergangenen Jahr aus. Bö-schen: „Trotz Corona war die Zahl der Einsätze sehr hoch. Im Rahmen der technischen Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen fuhren die Wehren oftmals zu Einsätzen auf den Autobahnabschnitt A1.“ Der Umgang mit dem Rettungsgerät müssen die Aktiven ständig üben, um im Ernstfall das Rettungsgerät sicher zu bedienen. Aufgrund der Pandemie fielen die Ausbildungen und angesetzten Dienste in den Wehren aus. So wurden die Truppmann-Ausbildung abgesagt, die die Ottersberger Wehr auf Gemeindeebene seit Jahren regelmäßig organisiert, um Nachwuchskräfte für die Ortswehren zu schulen. Durch Vorgaben des Gesetzgebers stehe die Verwaltung vor der Aufgabe neue Feuerwehrhäuser in Otterstedt, Ottersberg und in Posthausen zu bauen, weil der Platz der jetzigen Gerätehäuser zu klein ist und nicht die aktuellen Standards erfüllt. Als erste Wehr bekam die Ortsfeuerwehr Otterstedt ein neues Feuerwehrhaus, wobei die Wehr den Bau nach ihren Möglichkeiten unterstützte und den Umzug ins neue Haus unter Corona-Auflagen organisierte. „In Ottersberg hat die Ortswehr mit der Verwaltung und der Politik im vergangenen Jahr intensiv einen neuen geeigneten Standort gesucht. Der Entscheidungsprozess ist bereits weit fortgeschritten“, sagt Böschen.

In Posthausen diskutieren die Beteiligten ebenfalls eine Lösung. Die Verwaltung stattete die Ortswehr mit neuen Fahrzeugen aus: im Mai mit einem neuen Einsatzleitwagen (ELW) im Mai 2020 und einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF). „Diesen Auftrag hat der Flecken bereits erteilt. Im Sommer 2022 wird das Fahrzeug ausgeliefert. Und auch für Otterstedt ist ein neues Löschfahrzeug geplant“, listet Böschen auf.

Mit dem Thema Digitalisierung hat sich die Gemeindefeuerwehr und die Verwaltung ebenfalls beschäftigt. „Im Jahr 2020 haben wir alle Aktiven mit digitalen Funkmeldeempfängern ausgestattet. In diesem Jahr steht die Umrüstung der Sirenen auf digitale Alarmierung an, da die Sirenen noch per Analogtechnik funktionieren und Bauteile kaum noch zu bekommen sind“, sagt der Gemeindebrandmeister.

Er fügt hinzu: „Der Gemeindewettbewerb fällt dieses Jahr aus, und auch die Jahreshauptversammlungen werden verschoben.“ Da bei der Ortswehr Fischerhude-Quelkhorn die Wahl des Ortsbrandmeisters anstehe, plant die Wehr, im ersten Jahresquartal 2021 nur die Wahl durchzuführen. Diesen Termin hat die Ortswehr bereits verschoben und überlegt, die Wahl im Sommer abzuhalten.

12.02.2021

Winterlandschaft in Rotenburg

22.12.2020

Weihnachtsbilder

29.10.2020

Herbstfotos der Leser

16.10.2020

Kinder und Kartoffeln