Feuerwehr Otterstedt zieht in neues Gerätehaus ein

Fertig nach einem Jahr

Bei der Übergabe des Präsents. Von links: Heiko Kruse, Nils Reinke, Tim Weber, Heiko Szczesny, Gabriele Könnecke und Rainer Hinrichs.
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Otterstedt (woe). Die Brandschützer sind umgezogen. Das neue Feuerwehrgerätehaus in der Straße „Im Kaiserlichen“ ist fertig. Allerdings verzichten aufgrund der Corona-Pandemie die Gemeinde und die Ortsfeuerwehr auf eine Einweihung in diesem Jahr. Den Umzug nahm nun Bürgermeister Tim Weber (FGBO) zum Anlass für einen Besuch am neuen Domizil – im Beisein von Heiko Szczesny von der Bauverwaltung, der stellvertretenden Feuerschutzausschussvorsitzenden Gabriele Könnecke (SPD) und Otterstedts Ortsbürgermeister Rainer Hinrichs (CDU) beim Otterstedter Ortsbrandmeister Heiko Kruse und seinem Stellvertreter Nils Reinke.

Statt der offiziellen Einweihung zur Inbetriebnahme des neuen Feuerwehrhauses überreichte der Bürgermeister Heiko Kruse und Nils Reinke ein Präsent. Anschließend besichtigten die Gäste die neuen Räume. Weber erklärte: „Der Bau des neuen Feuerwehrhauses stand unter einem guten Stern. So zeigte sich die Freiwillige Feuerwehr Otterstedt sehr kooperativ. Der Verwaltung gelang es zusammen mit der Ortsfeuerwehr und Ortsbürgermeister Rainer Hinrichs schnell ein geeignetes Grundstück zu finden. Vom Feuerschutzausschuss vorberaten hat die Politik das Projekt beschlossen und unterstützt.“

Das neue Feuerwehrgerätehaus in Otterstedt hat drei Einstellplätze und damit einen Einstellplatz mehr als das jetzige Haus. „Ein baugleiches Gebäude erhält auch die Freiwillige Feuerwehr Posthausen, die drei Einstellplätze benötigt. Durch den identischen Bau spart der Flecken die Planungs- und Statikkosten ein. Die Politik hatte beschlossen, dass Otterstedt durch Umbaumaßnahmen an der Grundschule zuerst ein neues Gebäude erhält. Was uns die Zukunft bringt, wissen wir derzeit nicht. Vorausschauend werden wir den dritten Stellplatz langfristig benötigen“, meint Ortsbrandmeister Heiko Kruse.

Mit dem Neubau entstanden zwei Schulungsräume unterschiedlicher Größe, Umkleideräume für Damen und Herren, die Fahrzeughalle, Lagerraum, eine kleine Werkstatt sowie Sanitäranlagen. „Beabsichtigt ist, den kleinen Schulungsraum in Zukunft für eine Jugendfeuerwehr Otterstedt zu nutzen, die wir noch gründen möchten. Die Pläne dazu sind bereits fortgeschritten“, so Kruse. „Im bisherigen Feuerwehrgebäude an der Hauptstraße reichen die erforderlichen Räume für Fahrzeuge der nächsten Generation nicht aus. Das neue Gebäude bietet viel mehr Platz. Bei den Wehren in Posthausen und Ottersberg stehen ebenfalls Baumaßnahmen noch an.“

Nach Aspekten einer wirtschaftlichsten Lösung, abgestimmt mit den Beteiligten, ließ der Flecken den Neubau planen, wobei die Fahrzeughalle einem Industriebau ähnelt, um bei Bedarf die Halle erweitern zu können. Die Planung übernahm das Ingenieursbüro Ingo Ruschmeyer, die Bauleitung der Flecken Ottersberg. Am 14. August vergangenen Jahres startete der Bau mit den ersten Erdarbeiten. Am 13. Dezember feierte die Ortsfeuerwehr und der Flecken das Richtfest.

Nach einem Jahr Bauzeit ist das Gebäude jetzt fertig, wobei die Mitglieder der Ortsfeuerwehr noch viel Eigenleistung in den Bau der Außenanlagen stecken. Alle Aufträge sind an 16 Handwerksfirmen aus dem Flecken Ottersberg und den benachbarten Ortschaften mit einem Gesamtvolumen von 863.000 Euro gegangen. Die endgültige Bausumme liegt zwei Prozent unter derjenigen, der veranschlagten Kosten. 96 Firmen hatten Gebote an Bauleistungen im Rahmen der Ausschreibungen abgegeben. In den vergangenen zwei Jahren war ein normaler Feuerwehrdienst für die Ortsfeuerwehr lediglich erschwert möglich, da die Ortsfeuerwehr bereits auf Bitten der Verwaltung ihren Aufenthaltsraum oberhalb der jetzigen Fahrzeughalle für die Jüngsten im Ort geräumt hatte. Im ehemaligen Mannschaftsraum richtete der Flecken eine Krippengruppe ein, die das Geschehen der Ortsfeuerwehr immer stets aufmerksam begleiteten.

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