Ferienseminar an der HKS

Mit Klöpfel und Beitel

Wo gehobelt wird, sind Holzbildhauer nicht weit u2013 auch angehende nicht. Foto: Elke Keppler-Rosenau
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Ottersberg (kr). Das Angebot der Ottersberger Hochschule für Künste im Sozialen, kurz HKS, kommt für manche Menschen wie ein Segen daher, kann man doch während ein paar kreativer Stunden den Coronastress vergessen.

Auch wenn das HKS-Ferienkursgramm in diesem Jahr reduziert daherkommt, findet es doch sein Publikum, das trotz aller Hygiene- und Schutzbestimmungen den Weg in den Wiestebruch gefunden hat.

Das freute auch Holzbildhauerin Nicola Dormagen, die in Clüversborstel ihr Atelier betreibt und als Dozentin sehr gefragt ist. Auf dem Freigelände des Altbaus konnten Teilnehmern die Möglichkeiten nutzen, die sonst Studenten offenstehen. Anfänger, Fortgeschrittene, darunter aber auch ein versierter Holzbildhauer wie Wolfgang Czelinski aus Vahlde, dessen Arbeiten im öffentlichen Raum stehen, widmeten sich unterschiedlichen Hölzern. Holzstämme wurden entrindet, Beitel und Klöpfel angesetzt, und dann flogen die Späne.

Einige Kursteilnehmer tasteten sich vor, andere hatten bereits feste Vorstellungen im Kopf, was sie aus einem Stamm oder Klotz herausholen wollten. Stille Beobachter konnten genau erkennen, wer bereits Erfahrungen mit in den Kurs brachte und wer sich noch orientieren wollte.

Es galt Ideen zu entwickeln, das Material Holz zu erkunden, Techniken und Gestaltung zu erlernen, vor allem aber seiner eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. „Ich gebe Anregungen, vermittle bei Anfängern den Umgang mit dem Werkzeug, mache aber keine Vorgaben. Jeder kann so arbeiten, wie er will, experimentieren, sich selbst ausprobieren und schauen, was dabei herauskommt“, erklärte Dormagen.

Dabei sei es völlig normal, dass die Kursteilnehmer auch kreative Rückschläge hinzunehmen hätten. „Entweder lässt sich das Holz nicht so formen, wie gedacht, oder die manuelle Bearbeitung funktioniert nicht nach Vorstellung. Aber aufgeben, gilt nicht. Jeder muss an dem wachsen. Und im Endergebnis einer Skulptur sind immer Überraschungen drin. Die künstlerische Entwicklung ist überaus spannend und wenn man dran bleibt, kommt etwas dabei heraus, was jeden in seiner Persönlichkeit weiterbringt“ so die ausgebildete Bildhauerin.

Besonders freute sie, dass ihre Kursteilnehmer den Kopf freimachen konnten und sich engagiert und ohne Ablenkung der Arbeit am Holz widmen konnten.

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