Ernährungsführerschein für Fischerhuder Drittklässler

Ganz ohne Pflaster

Sogar die schicken Kochmützen für die Nachwuchsköche waren selbstgefertigt. Foto: Elke Keppler-Rosenau
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Fischerhude/Quelkhorn (kr). Gurken schneiden, Äpfel schälen, Salat waschen, Dressing anrühren, zuvor die Hände sauber gewaschen haben und dann der Umgang mit scharfen Messern. Keine leichte Aufgabe für Zehnjährige, vor allem, wenn dabei ein Zeitplan eingehalten werden muss. Beim diesjährigen Ernährungsführerschein in der Grundschule Fischerhude/Quelkhorn klappte aber alles wunderbar. Pflaster kamen keine zum Einsatz und die Gemüse waren alle exakt geschnitten und geschält.

Zum achten Mal veranstaltete die Schule mit Drittklässlern die Kochaktion unter Anleitung von Ernährungswissenschaftlerin Ira Wilkens. Auf dem Speiseplan stand ein knackiger Salat, würzige Ofenkartoffeln, rohes Knabbergemüse mit Dip und Obstsalat. Dafür schnippelten, schälten, rührten und putzte die Klasse 3 a mit Klassenlehrerin Martina Meier-Reese und den helfenden Müttern Antje Thies und Britta Viebrock aus der Elternvertretung in der Schulküche, um pünktlich das Essen aufzutischen. Denn es wurde, wie schon in den vorherigen Jahren nicht nur für den eigenen Hunger gekocht, sondern es waren auch Gäste geladen. Während eine Schülergruppe in der Vorbereitung tätig war, richtete eine andere den Klassenraum als Restaurant „Zum Goldenen Igel“ her. Erwartet wurden Eltern und Großeltern zum gemeinsamen Schmaus, denn jedes Kind durfte einen Angehörigen zum Essen einladen. Während in der Küche gewerkelt wurde, malten Mitschüler ein Restaurantschild, deckten und dekorierten die Tische, legten Besteck und Geschirr auf, wie man es aus einem gepflegten Restaurant kennt. „Wir machen diese Aktion jedes Jahr mit den Drittklässlern und die sind im Vorfeld immer ganz aufgeregt, weil es von dem normalen Unterricht abweicht. Den Ernährungsführerschein zu erwerben ist mit theoretischem Unterricht im Vorfeld verbunden und hat die Zielsetzung; dass Kinder früh an gesunde Ernährung herangeführt werden, ihre Bedeutung kennenlernen und sich an der Essenszubereitung beteiligen. Es soll in die Familien hineingetragen werden und sich fortsetzen und Kinder sollen Lebensmittel wertschätzen. Dass nichts verschwendet wird, der Geschmack und die Notwendigkeit, Gemüse und Obst zu sich zu nehmen, geht damit einher. Darüber hinaus ist es ein sofort greifbares Erfolgserlebnis, knusprige Ofenkartoffeln oder einen Salat selbst gemacht zu haben,“ sagte Lehrerin Martina Meier-Reese, die sich in der kommenden Woche mit ihrer Kollegin Heidi Orth-Farwick abwechselt, die dann ihrer Klasse 3b die Sparschäler in die Hand drückt. Trotz des leckeren Essens gab es einen Wermutstropfen. Ira Wilkens zieht sich aus der Projektarbeit zurück, um sich mehr ihren beruflichen Verpflichtungen widmen zu können. „Ich habe die Arbeit mit den Kindern sehr gerne gemacht und hoffe, dass sich jemand findet, der meine Nachfolge antritt,“ sagte die engagierte Lebensmittelkundlerin. Mit der Schulleitung, den Lehrerinnen, den Müttern und den Kindern bedankte sie sich ausdrücklich bei den Sponsoren für die Möglichkeit, großzügig einkaufen zu können. Die Fischerhuder Brüning Gruppe und die Flohmarktscheune um Gisela Anselm aus Oyten hatten es möglich gemacht.

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