Digitalisierung: Staatssekretär Muhle erklärt Masterplan

„An Geld soll es nicht mangeln“

Bürgermeister Horst Hofmann (von links) hatte Staatssekretär Stefan Muhle aus dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium und den Landtagsabgeordneten Axel Miesner zu Gast. E-Werksleiter Helge Dannat und Christoffer Dehne (Prokurist bei "bin", einem Tochterunternehmen des Fleckens Ottersberg) erfuhren ebenfalls, was es mit dem Masterplan Digitalisierung auf sich hat. Foto: Flecken Ottersberg
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Ottersberg (r/bb). „Bis 2022 soll die flächendeckende Versorgung Niedersachsens mit schnellem Internet, die Beschleunigung der Digitalisierungsprozesse in der Gesellschaft und die digitale Professionalisierung der Landesverwaltung mit einer Milliarde Euro aus Landesmitteln vorangebracht werden“, heißt es in einer Pressemeldung aus dem Rathaus Ottersberg.

Die Umsetzung dieses Vorhabens obliegt seit Januar Stefan Muhle. Der 44-jährige Jurist wurde zum Digital-Staatssekretär berufen und soll die Digitalisierung und den Breitbandausbau von einer Stelle aus koordinieren.

Was das für Ottersberg bedeutet, auch hinsichtlich einer weiteren Förderung, konnten jüngst Bürgermeister Horst Hofmann und E-Werksleiter Helge Dannat mit Staatssekretär Stefan Muhle diskutieren. Letzterer war zusammen mit Landtagsabgeordneten Axel Miesner in Ottersberg zu Gast, um über den Masterplan Digitalisierung zu sprechen und Fragen zu beantworten.

Mittels einer Präsentation stellte Dannat zunächst die aktuelle Situation dar. Nach der Förderung des Glasfaserausbaues in Narthauen und Benkel hatte der Rat des Fleckens Ottersberg in seiner Sitzung im Oktober 2011 einstimmig der Gründung einer Breitbandgesellschaft (bin) zugestimmt, da andere Anbieter nicht bereit waren, das neue Glasfasernetz zu betreiben. Eröffnet wurde zudem ein Servicebüro in der Grünen Straße.

„Wir sind schon weit gekommen, aber die Förderlandschaft ist unübersichtlich, Anträge liegen sehr lange und das bremst uns ein Stück weit aus“, beschrieb Hofmann sein Anliegen. Er sprach auch die sogenannten weißen Flecken an, zu denen unter anderem die Surheide gehört. Ohne Fördermaßnahmen hätte die Gemeinde keine wirtschaftliche Möglichkeit, die weit voneinander entfernten Häuser in diesen Bereichen direkt ans Glasfasernetz anzuschließen.

Es stelle sich nun die Frage, was unter den neuen Rahmenbedingungen der richtige Weg sei. Bezüglich der Förderrichtlinien stellte der Staatssekretär klar, dass diese einfacher, schlanker und auf ein Verfahren konzentriert werden sollen. An Geld solle es nicht mangeln. In diesem Jahr sollen für jeden Landkreis zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. „Wir wollen Gigafähigkeit für alle“, betonte Muhle. Die Vorschläge für eine Förderungsvereinfachung, die Dannat vorstellte, nahm der Staatssekretär mit auf den Weg nach Hannover.

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Björn Blaak Björn Blaak
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