Die neue Klimaagentur „Klever“ stellt ihr Konzept vor

„Viel Platz für Solarenergie“

Corbinian Schöfinius (von links) und Janine Schmidt-Cureli von der neu gegründeten Klimaschutzagentur "Klever" stellten Erich von Hofe, Gründer von Ikeo, ihr Konzept vor.
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Fischerhude (r/bb). Mit Elan stellte Janine Schmidt-Cureli, Geschäftsführerin der neuen Klimaschutz- und Energieagentur des Landkreises Verden „Klever“, sich und ihren Werdegang auf einer gut besuchten Veranstaltung der Initiative für Klimaschutz Ikeo in Fischerhude vor.

Nachhaltiges Handeln sei in allen Bereichen wie Ernährung, Wohnen, Fortbewegung und Konsum erforderlich. „Jeder Mensch kann durch sein Verhalten etwas für den Klimaschutz tun“, stellte sie fest. Ein besonderes Anliegen sei ihr, dass sich mehr Frauen in energierelevanten Berufen einbringen sollten.

Die Planung für ein Solarkataster für den Landkreis Verden stellte ihr Mitarbeiter, der Diplom Ingenieur Corbinian Schöfinius, den Anwesenden vor. Mit dem Fotovoltaikkataster sollen alle Gebäude erfasst werden. Hauseigentümer können mit der Nutzung des Katasters im Internet Informationen über die Größe und Neigung ihrer Dachfläche, der Sonneneinstrahlung und den möglichen Stromertrag bekommen. „Die Nutzung der Sonnenenergie zur Erzeugung von Strom und Wärme stellt ein großes Potenzial für den Klimaschutz dar“, fasste Schöfinius zusammen.

„Auf den Dächern der Gemeinden und Städte gibt es noch viel Platz für Solarenergie“, ergänzte Schmidt-Cureli. PV-Anlagen auf den Dächern von Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser würden sich lohnen. Aber auch in den Gebäuden gäbe es noch erheblichen Bedarf an Energieeinsparungen. Dazu müssten Bestandsaufnahmen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen durchgeführt werden. Mit dem Einsatz von Wärmepumpen oder Pelletheizungen ließe sich viel Erdgas oder Heizöl einsparen. Dafür wolle sie Kontakt mit den Hausmeistern und Bürgermeistern aufnehmen. In den Schulen möchte sie für das Einsparen von Strom bei den Schülern werben.

Die „Initiative für eine klimafreundliche Energieversorgung“ Ikeo unterstützt die Solarkampagne der Klimaschutzagentur, die im Mai gestartet werden soll. Im Juni wird Ikeo eine Veranstaltung mit der Agentur zur Fotovoltaik anbieten. Eine Referentin der Deutschen Gesellschaft für Solarenergie aus Berlin wird zum Thema „Was passiert mit Solaranlagen nach zwanzigjähriger Förderung durch das Erneuerbare-Energie-Gesetz?“ sprechen. Wie geht es weiter mit dem Ausbau der Sonnenenergie in Deutschland? „Auf diese Fragen erwarten wir Antworten, die für viele Solaranlagen-Betreiber und solche, die es werden wollen, von Interesse sein können,“ fasste Ikeo-Vorsitzender Erich von Hofe zusammen.

Die Klimaschutzagentur Klever möchte viele neue Projekte auf den Weg bringen, darunter Unterstützung von Schulen, Beratung von Hausbesitzern und Unternehmen beim Energiesparen, Aufbau von Wärmenetzen, Unterstützung der Kommunen beim Energiemanagement, Einführung von Energieberichten, E-Mobilität ausbauen. „Wir werden alle diese Vorhaben aber nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort in die Realität umsetzen können“, so Schmidt-Cureli. Die Klimaschutzagentur verstehe sich als eine Vernetzungsstelle. Untergebracht ist sie im „Zentrum für nachhaltiges Bauen“, Artilleriestraße 6a in Verden. Zu erreichen ist sie per E-Mail an machmit@klever-klima.de oder unter Telefon 04231/6775227.

Autor

Björn Blaak Björn Blaak
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