Crossover-Preis für Fischerhuder Kirche

Steinofen-Projekt prämiert

Pastorin Silke Kuhlmann aus Fischerhude mit dem Brot auf dem Schuber, Superintendent Fulko Steinhausen mit der gläsernen Auszeichnung in der Hand. Foto: Kerstin Dierolf
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Fischerhude (bb). „Die Kirche lebt davon, dass sie sich verändert und in neuen Formen Menschen für das Evangelium begeistert.“ So heißt es im ersten Satz der Ausschreibung zum Innovations-Preis Crossover, den der Kirchenkreis Verden zu Beginn des Jahres 2020 erstmals ausgeschrieben hatte. Gesucht wurden Aktionen und Projekte von Gruppen oder Kirchengemeinden, die für Erwachsene oder Jugendliche neue Wege beschreiten, um die Botschaft der Liebe Gottes erlebbar zu machen. Jetzt konnte mit einem halben Jahr Verzögerung durch die Corona-Maßnahmen der Preis zum ersten Mal verliehen werden: Er geht in die Kirchengemeinde Fischerhude für ihr Steinofen-Projekt im Pfarrgarten.

Bei strahlendem Sommerwetter hatte die Fischerhuder Pastorin Silke Kuhlmann am Vormittag den Ofen angeheizt, damit am Nachmittag Brote und Brötchen gebacken werden konnten. Der Ofen bietet Platz für etwa 20 Brote. So bereitet die Pastorin zu den Backtagen nicht nur selbst Brotteig vor, sondern lädt zum Mitbacken von mitgebrachtem Teig ein. Das sei auch die Idee, die dahinter steht: „Wir backen gemeinsam und essen später zusammen“, berichtet Kuhlmann. „Es entstehen Gespräche, die über das Alltägliche wie zum Beispiel das Backen hinausgehen. Wir haben hier am Ofen auch schon Brot-Gottesdienste gefeiert.“

Diese Idee hat auch die Jury überzeugt. „Insgesamt sind trotz Corona zehn Bewerbungen bei uns eingegangen,“ berichtete Superintendent Fulko Steinhausen bei seiner Laudatio. „Alle haben gezeigt, dass Kirche in Bewegung ist.“ So gab es bei den eingereichten Projekten Workshop- Angebote für Konfirmanden, es ging um das neue Erleben eines Kirchenraumes ohne Bänke oder auch um das Pflanzen von Bäumen anlässlich von Taufe oder Konfirmation, die später ein Wald werden können. Geplant ist, die einzelnen Projekte als Anregungen für andere Gemeinden in Form einer Broschüre oder über das Internet zu veröffentlichen. „Crossover soll Projekte sichtbar machen und dabei ist ja kein Copyright auf den Projekten“, so Steinhausen, „im Gegenteil – zum Kopieren und Nachmachen soll ausdrücklich angeregt werden!“

Während die ersten Brote schon zum Abkühlen aus dem Ofen geholt wurden, umriss der Superintendent, welche Kriterien das Fischerhuder Projekt in besonderer Weise erfüllte und dadurch den mit 1.000 Euro dotierten Preis des Kirchenkreises gewinnen konnte: „Auf niedrigschwellige Weise wird hier der Alltag mit Glaubensthemen verbunden. Das Projekt hat Modellcharakter, es verbindet die Generationen, es wird in digitalen Medien verbreitet und es ist einer nachhaltigen Lebensweise verpflichtet.“ Im Jahr 2022 soll der nächste Crossover-Preis ausgeschrieben werden.

Autor

Björn Blaak Björn Blaak
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