Ausschuss diskutiert Haushalt und denkt über „Ottersberg 2022“ nach

Vom Wollen und Können

Am Mittwoch wird im Ottersberger Rathaus laut darüber nachgedacht, was die Zukunft bringen soll. Foto: Björn Blaak
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Ottersberg (bb). Am Mittwoch, 19. September, kommt in Ottersberg der Finanz-, Wirtschafts- und Verkehrsausschuss im Rathaus zusammen. Außerdem sitzen dann dort sowohl die Ortsräte aus Ottersberg, Fischerhude, Posthausen und Otterstedt, als auch der Ortsvorsteher aus Narthauen am Tisch. Der Grund für die große Präsenz: Der erste Haushaltsentwurf liegt vor. Doch das ist nicht alles: Unter Tagesordnungspunkt vier geht es außerdem um nichts Geringeres, als die Zukunft der Gemeinde.

Denn neben der ersten Lesung des Haushaltes wird dem Ausschuss und den Ortsratsmitgliedern das Thema „Ottersberg 2022“ vor Augen geführt. Dahinter verbirgt sich ein Antrag der Sozialdemokraten zur Erstellung eines Standortentwicklungskonzeptes für den Wümmeort.

Die SPD möchte mit dem Antrag erreichen, dass alle Fraktionen und auch die Verwaltung über den Tellerrand der aktuellen Geschehnisse hinaussehen und dem Ort einen Weg aufweisen – und somit auch sich selbst.

Alle im Gemeinderat vertretenen Parteien haben sich ebenfalls des Themas angenommen und eine Pro- und Contraliste geschrieben. Die Verwaltung im Rathaus hat die vermeintlichen Stärken und Schwächen gesammelt und eine Liste erstellt.

Augenscheinlich ist, dass jene Liste mehr Stärken als Schwächen aufweist. So ist man sich einig, dass die Schul- und Kita-Landschaft gut dasteht. Auch die Kultur käme in den Augen der Fraktionen nicht zu kurz. Das Otterbad freut alle und auch, dass die HKS auf Ottersberger Boden zu Hause ist, sei positiv. Einig sind sich die Parteien, und auch die Verwaltung, dass das Einkaufszentrum Dodenhof mehr Licht als Schatten auf den Flecken wirft. Die Naherholungsmöglichkeiten (neben dem Otterbad auch die Wümmewiesen, Otterstedter See und Fischerhude) seien eindeutige Pluspunkte. Ebenfalls im guten Licht der Parteien stehen Bürgerbus, medizinische Versorgung, Einkaufsmöglichkeiten, Bücherei und Flüchtlingsbegleitung.

Weniger schick finden die Beteiligten allerdings die hohe Verschuldung der Gemeinde, die eingeschränkten Möglichkeiten, Gewerbegebiete auszuweisen und auch die fehlende Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten im Kernort. Auch die Hinwendung zur Zielgruppe der „alten Leute“, die Lärmbelästigung auf den Durchfahrtsstraßen, fehlender „bezahlbarer“ Wohnraum und das Nichtvorhandensein von Begegnungs- und Aufenthaltsorten stehen auf dem Wunschzettel. Auch, dass es in manchen Ortsteilen (Ottersberg-Bahnhof) inzwischen an einer Grundversorgung fehlt, wird bemängelt.

Die SPD, die findet, dass es den handelnden Personen an einer generellen Zieldefinition fehle, wird ihren Antrag im Laufe des Abends noch einmal ausführlich erläutern.

Wer sich nun das Ziel setzt, der öffentliche Sitzung beizuwohnen, sollte bis 19.30 Uhr im Ratssaal eingetroffen sein. Bei Bedarf findet vor Beginn und nach Abschluss der öffentlichen Tagesordnungspunkte eine Einwohnerfragestunde von jeweils bis zu 30 Minuten statt.

Autor

Björn Blaak Björn Blaak
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