Anwohner haben Laub satt

Wohin damit?

Inge Reich fegt täglich. Foto: Tobias Woelki
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Fischerhude (woe). Wohin bloß mit dem Laub? Das fragt sich Inge Reich und erhält derzeit keine Antwort. Der starke Baumbestand auf öffentlichen Grund in der Molkereistraße sorgt jetzt im Herbst mit dem hohen Maß an Laubfall für Ärger bei den Anliegern. Da das Laub auf den Fußweg fällt, sind die Anlieger verpflichtet, das Laub vor ihrem Grundstück zusammen zu fegen, damit keiner darauf ausrutscht. „Wir Anwohner der Molkereistraße pflegen und erhalten die Straßenbäume. Aber um das anfallende Laub kümmert sich der Flecken überhaupt nicht“, empört sich Reich.

„Im Ort existiert keine Annahmestelle. Wir müssen das Laub stundenlang über Tage hinweg zusammenharken, in große Tüten verpacken und mit dem Auto nach Ottersberg fahren, manchmal bis zu viermal pro Annahmetag bei nur drei Annahmetagen bis zum Dezember“, ärgert sich Reich besonders.

„Für Neuanpflanzungen, jüngst zu lesen, soll jährlich eine Summe von 25.000 Euro für zwölf Jahre aufgewendet werden, aber für eine fachgerechte Entsorgung des Laubes der Altbäume ist kein Geld da“, erbost sich Reich und sagt: „An der Abgabestelle beim Friedhof in Ottersberg kann man gegen Gebühr Laub abgeben, das kompostiert wird und der Kompost wird wieder verkauft. Die Anliegerin fragt sich: „Warum kann das Laub nicht in Fischerhude kostenfrei in Containern gesammelt werden?“ So einen Service habe der Flecken vor Jahren schon einmal angeboten. Sie habe das Gespräch mit Bürgermeister Tim Willy Weber und dem Ortsbürgermeister gesucht, das aber zu keiner Lösung geführt habe. Daher verlangt sie von der Kommunalpolitik nun eine Unterstützung bei der Entsorgung des Laubabfalles für die gesamte Molkereistraße.
Der Fischerhuder Ortsbürgermeister Wilfried Mittendorf teilt dazu mit: „Damit die Fischerhuder und Quelkhorner ihr Laub ortsnah abliefern können, haben sich die Ortsratsmitglieder dafür eingesetzt, den Sammelplatz in Quelkhorn-Ortbergen an den Samstagen, den 28. November und 12. Dezember, jeweils in der Zeit von 9.30 bis 13 Uhr zu öffnen. Für die Aufsicht und Kontrolle sorgen die Ortsratsmitglieder und weisen ausdrücklich darauf hin, dass nur Laub angenommen wird. Auf die Abstandsregelungen und das Tragen von Mundschutz ist zu achten.
„Anfang kommenden Jahres wird der Ortsrat sich damit befassen, wie nächstes Jahr mit der Laubanlieferung umgegangen wird“, so Mittendorf.

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