253 Teilnehmer beim Ottersberger Volksradfahren

Beste Stimmung

Mitmachkarte ausfüllen und dann ging es los zum Rundkurs um Ottersberg. Foto: Elke Keppler-Rosenau
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Ottersberg (kr). Im Corona-Zeitalter bleibt den Menschen nichts anderes übrig, als auf manch eine lieb gewonnene Gewohnheiten zu verzichten. Das galt auch für das Volksradfahren, das der TSV Ottersberg jedes Jahr mit großem Erfolg ausrichtet. Erbsensuppe, kalte Getränke, Fahrradcodierungen vom ADFC, fröhliches Beisammensein, all das gab es in diesem Jahr am letzten August-Samstag zum großen Bedauern der immerhin 253 Teilnehmer nicht. Dafür aber eine Fahrradroute, der alle Mitwirkende auf einem ausgeklügelten Rundkurs mit zahlreiche Sehenswürdigkeiten der Region nahebrachte.

Start war wie immer das Freigelände am Ottersberger Rathaus am frühen Morgen. Von dort aus ging es zunächst zum Pastorensee in Otterstedt. Die Route, erstellt von Rudolf Mantke und seinem TSV-Team, beinhaltete zu jeder Sehenswürdigkeit auch Informationen über Legenden, die jede Sehenswürdigkeit besonders machen. Auch um den Pastorensee oder auch Otterstedter See ranken sich spannende Geschichten, die aber wohl eher ins Reich der Fabeln gehören. Auch die Christophorus Kirche in Ottersberg wurde vorgestellt, in der am gleichen Tag feierliche Konfirmationen stattfanden. Eine weitere Station war der Amtshof in Ottersberg, der mit seinem schlossartigen Bauwerk aus dem Jahr 1585 stammt und in dem sich jetzt die Waldorfschule befindet. Das Spritzenhaus mit seiner Glocke in Stuckenborstel, die Wassermühle ursprünglich aus dem Jahr 1631 und das Schloss, von dem das Herrenhaus bis heute erhalten geblieben ist, waren weitere Anlaufpunkte. Natürlich durfte auch die romantische Wümmeniederung in der Route nicht fehlen. Immerhin ist die Wümme mit ihren 118 Kilometern Flusslänge der Hauptquellfluss der Lesum, die wiederum in die Weser mündet.

In Eckstever wartete der Kunstwald und Waldspielplatz besonders auf Teilnehmer mit Kindern, die eine Pause an dem idyllischen Platz nutzen, um auch ein kleines Picknick zu veranstalten. Großes Interesse fand dabei die Kunst mit und in der Natur, bei der sich die Eckstever Künstlerin Susanne Stuwe-Thiel und andere Kunstschaffende immer wieder einbringen. Reeßum war ein weiterer Anlaufpunkt, wobei die ehemalige Burg Hainbruch in Erinnerung gerufen wurde. Sie stand, so der Überlieferung nach, wahrscheinlich im elften und zwölften Jahrhundert in der Niederung und es umgab sie ein umlaufender Graben, ein Wall und Holzpalisaden zur Abwehr ungewollter Gäste. Leider sind nur noch wenige Reste erhalten und ein inzwischen unleserliches Schild und ein Rastplatz erinnern an diese historische Stätte, was aber die Radler dennoch interessant fanden. 23 Kilometer betrug die ganze Rundfahrt, wobei einige Teilnehmer verkürzte Strecken nahmen. Während zahlreiche Radlerinnen und Radler noch konventionell in die Pedale traten, nutzten andere die Vorzüge von E-Bikes, insbesondere auf der langen Strecke. Vermisst wurde allerdings der neue Bürgermeister Tim Weber, der mit seinem Lastenfahrrad sicherlich ein Hingucker gewesen wäre. Er ließ sich wegen anderer Verpflichtungen entschuldigen.

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