Domfestspiele locken 11.000 Besucher ins Freie

Voll und draußen

Am Ende der Domfestspiele gab es für alle Beteiligten Kuchen in XXL-Format. Foto: Henning Leeske
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Verden (hl). Nach nunmehr 10 Vorstellungen des Stücks „Der brennende Mönch“ sind die Domfestspiele zu Verden wieder beendet. Alle Vorstellungen waren komplett ausverkauft und selbst Wartelisten konnten nur teilweise bedient werden. So groß war die Begeisterung des Publikums für den kulturellen Höhepunkt in der Allerstadt im Jahre des 500. Reformationsjubiläums.

Im unterhaltsamen Stück vom Autor und Regisseur Hans König ging es um den Mönch Johann Bornemacher, der seinerzeit wirklich auf dem Verdener Burgberg während der Reformation auf Befehl des Bischofs Christoph am 3. Januar 1526 verbrannt wurde. „So konnten die Verdener und ihre Gäste die heimische Geschichte ganz lebendig mitverfolgen“, erzählte die Gesamtleiterin Gabriele Müller. Die 80 Darsteller boten den 800 Zuschauern bei jeder Vorstellung ein Spektakel, das allen durch seine Dynamik zwischen viel Action und den stillen Momenten, wie dem gesungenem „Ave Maria“, noch lange in Erinnerung bleiben wird. Zur Belohnung spendierte ein Verdener Bäcker allen Protagonisten eine riesige Torte zur letzten Vorstellung in 2017, die vom Hauptsponsor der Firma Block in Person von Geschäftsführer Wolfgang Reichelt angeschnitten wurde.

Damit beendete der Verein Verdener Domfestspiele ein weiteres, erfolgreiches Kapitel seiner 20-jährigen Geschichte. Müller dankte bei der Derniére allen Beteiligten: „Unser einmaliges soziokulturelles Projekt ist nur auf die Beine zu stellen, weil sich viele Menschen aus der ganzen Region engagieren – als Darsteller auf der Bühne oder Mitarbeiter in den Abteilungen Maske, Kostüme, Requisite, Bühnenbau, Technik, Chorleitung und Choreografie sowie als Geldgeber, Sachsponsor oder Besucher.“ Müller, die seit 1998 in der Organisation der Domfestspiele tätig ist, zeigte sich einmal mehr von der besonderen Verbundenheit innerhalb des Ensembles beeindruckt.

Viele Mitglieder der Domfestspielfamilie werden sich am 28. Juli 2018 auch für das nächste kulturelle Großprojekt ihres Vereins engagieren: Dann findet zum zweiten Mal die Allersymphonie statt, ein stimmungsvolles, konzertantes Freiluftereignis am Verdener Fluss mit dem Jungen Philharmonischen Orchester Niedersachsen und Gesangssolisten wie der Opernsängerin Christiane Artisi sowie optischen Höhepunkten mit einer großen Wasserorgel. Karten gibt es ab Dezember zu kaufen.

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