Landkreis Rotenburg verlost ein Jahr lang zehntätige E-Auto-Testphasen

Unter Strom auf der Straße

Wolf Warncke (von links), Hermann Luttmann und Ulrike Jungemann sind gespannt, welche Resonanz die Aktion mit den E-Autos hat. Foto: Nina Baucke
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Rotenburg (nin). „Teste mich“ prangt in grüner Schrift auf den zwei weißen Autos vor dem Rotenburger Kreishaus. Die Auffoderung können die Bürger des Landkreises wörtlich nehmen: Für zehn Tage können sie ein Elektro-Auto kostenfrei testen. Zwei geleaste E-Fahrzeuge stehen in diesem Jahr dafür zur Verfügung, die eineinhalbwöchige Testphase und dem Motto „Zehn Tage unter Strom“ ist dabei der Gewinn einer Verlosung.

Im Juni vergangenen Jahres hatte der Kreistag noch in seiner alten Besetzung einen entsprechenden Beschluss gefasst, um die E-Mobilität im Landkreis zu fördern und für nachhaltiges und klimafreundliches Verhalten zu werben. Jetzt stehen ein Klein- sowie ein Mittelklasseauto – ein VW e-up mit einer Reichweite von 160 Kilometern für den Süd- sowie ein VW e-Golf mit einer Reichweite von 190 Kilometern für den Nordkreis – auf dem Parkplatz des Kreishauses und warten auf ihren Einsatz. „Das ist ein Test für Zukunftstechnologien im ländlichen Raum – und das wird uns sicher noch weiter beschäftigen“, sagt Landrat Hermann Luttmann. Einmal pro Quartal werden die Testfahrer ausgelost – wer bei der einen Verlosung nicht gewonnen hat, bleibt trotzdem im Kandidatenpool. „Wir sind sehr gespannt, wie die Resonanz ist“, sagt Ulrike Jungemann von der Stabsstelle Kreisentwicklung. „Einige Rückmeldungen gab es bereits.“ Voraussetzung für die Teilnahme ist der Wohnsitz im Landkreis Rotenburg und ein gültiger Führerschein – das gilt übrigens auch für Fahranfänger mit dem Führerschein auf Probe. Die Hälfte des Kontingents soll dabei an Inhaber der Ehrenamtskarte gehen, „als Dank für ihr Engagement“, so Jungemann. Daher sollten diejenigen, die eine solche Karte haben, das bei der Bewerbung angeben. In der Tiefgarage des Kreishauses stehen seit längerem schon E-Autos als Dienstwagen. „Die sind auch viel ausgebucht“, so Jungemann. Für die Auswahl der neuen Fahrzeuge war vor allem ein Kriterium entscheidend: „Die haben eine noch größere Reichweite“, so Gerd Hachmöller, ebenfalls von der Stabsstelle Kreisentwicklung. Derzeit sind zwei CCS-Schnellladestationen in Planung, für die noch die Ausschreibung läuft – eine am Kreishaus in Rotenburg, die andere in Bremervörde auf dem Rathausmarkt. Mitte 2017 sollen sie bereit sein. Im Augenblick finden sich in Rotenburg bereits am Rathaus, am Ronolulu und am Wümmepark Ladestationen. „Die Autos können aber auch über den 220-Volt-Hausanschluss aufgeladen werden, das dauert halt etwas länger“, erklärt Jungemann. Entsprechende Adapter liegen im Kofferraum der Autos bereit. Die Kilometerleistung ist während der zehntägigen Testphase auf 1.000 Kilometer beschränkt. Alle weiteren Kosten – Vollkaskoversicherung, Pflege und Service – trägt der Landkreis. „Die Aufgabe des Testers wird es nach Ablauf der zehn Tage allerdings sein, einen Feedback-Bogen auszufüllen, den wir dann auswerten“, sagt Jungemann. Nach jeder Zehn-Tages-Phase wird das Fahrzeug beim Tarmstedter Autohaus Warncke, das die Ausschreibung für das Leasen der zwei Fahrzeuge im vergangenen Jahr für sich entschieden hatte, überprüft und gewartet. Bis zum 1. Februar können sich interessierte Bürger mit vollständigem Namen und Adresse sowie mit der Angabe, ob eine Ehrenamtskarte vorliegt, bei Jungemann bewerben – per E-Mail an ulrike.jungemann@lk-row.de sowie telefonisch unter 04261/9832852 und per Fax an 04261/983882852. Die Teilnahme ist auch über ein Online-Formular auf der Internetseite unter www.lk-row.de. Am 6. Februar können die ersten Gewinner mit der Testphase starten.

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