SPD präsentiert Bürgermeisterkandidaten Michael Sarach

"Er ist gut, er kann es"

(ww). "Die Hütte ist voll", stellte Frank Grafe, SPD-Ortsvereinsvorsitzender fest. Und das bis unters Dach. Bei der offiziellen Nominierung des Kandidaten für die Wahl zum hauptamtlichen Bürgermeister war das Zuschauerinteresse groß. Denn schließlich wurde ein gut gehütetes Geheimnis gelüftet: Michael Sarach wird von der Rotenburger SPD ins Rennen um den Posten geschickt.

Der gebürtige Elsflether überzeugte die anwesenden Parteimitglieder auf Anhieb: Einstimmig (49 Stimmen) wurde er als Kandidat bestätigt. Sarach, der derzeit in Dadow (Mecklenburg-Vorpommern) wohnt, ist bereits seit 25 Jahren im Verwaltungsbereich tätig und sammelte Berufserfahrung in verschiedenen Positionen und Einsatzgebieten. Seit 25 Jahren Verwaltungserfahrung gesammelt Einen Großteil seiner Laufbahn absolvierte der 47-Jährige in Hamburg: Ernennungen zum Steuerinspektor beim Finanzamt, Steueroberinspektor bei der Oberfinanzdirektion, Regierungsamtmann bei der Justizbehörde sowie zum Rechnungsrat beim Landesrechnungshof. 1992 wurde Michael Sarach Oberregierungsrat im Sozialministerium Mecklenburg-Vorpommerns. 1993 folgte die Beförderung zum Regierungsdirektor, 1998 der Titel Ministerialrat. Aufgabenbereich im Sozialministerium: Leitung des Haushaltsreferates in der Funktion "Beauftragter für den Haushalt" in einem Geschäftsbereich mit einem Haushaltsvolumen von rund 1,13 Milliarden Mark und 1.100 Bediensteten. Die Erfahrung im Verwaltungsbereich sei beeindruckend, so ein Zuhörer. Aber traue er sich auch eine Tätigkeit als hauptamtlicher Bürgermeister zu? "Natürlich, sonst wäre ich schließlich nicht hier. Außerdem glaube ich, dass ich die nötige Qualifikation und Erfahrung besitze, um diesen Posten auszufüllen", so der SPD-Kandidat. Dabei sehe er es nicht als Nachteil, nicht aus Rotenburg zu stammen: "Das ist doch eher ein Vorteil. Denn dadurch ist es mir möglich, die Situation und Sachverhalte der Wümmestadt unvoreingenommen und objektiv wahrnehmen und beurteilen zu können. Und: Ich bin in keine Seilschaften verstrickt." Bereits 1989 ist Michael Sarach in die SPD eingetreten: "Ich bin Mitglied im Kreisvorstand der Partei in Ludwigslust/Hagenow und arbeite auch als so genannter sachverständiger Einwohner im Haushalts- und Finanzausschuss des Kreistages mit." Warum hat er sich für den Bürgermeisterposten beworben, obwohl er eine hoch dotierte Stelle besitzt? "Weil ich noch einmal etwas Neues riskieren will. "Ich kann die Situation Rotenburgs objektiv beurteilen" Ich habe mich angesprochen gefühlt durch die Annonce, die die SPD zur Kandidatensuche geschaltet hatte. Ich bin motiviert, Rotenburg fit für die Zukunft zu machen", erklärt Sarach. Seine Ziele definiert er in fünf verschiedenen Bereichen: Förderung der Wirtschaft, verkehrstechnische Konzeption, Kultur-/Sportförderung verbunden mit der Sicherung sozialer Standards, Modernisierung der Verwaltung sowie eine innovative Zukunftsgestaltung. "In den kommenden Wochen werde ich dazu natürlich ausführliche Erläuterungen abgeben", so Sarach. Um in Rotenburg vor Ort zu sein, habe er sich vor einigen Tagen eine Wohnung genommen: "Sollte ich im September Bürgermeister werden, wird meine Familie ebenfalls hierher ziehen." Was ist dem Kandidaten bisher an der Wümmestadt aufgefallen? "Positiv ist auf jeden Fall die Einbettung in die Natur, die vielen Spielplätze und die gute Schulsituation. Negativ war, dass ich heute in einem Stau gestanden habe, weil die Umgehungsstraße gesperrt war", berichtet Sarach. Insgesamt habe es für den Posten 24 Bewerbungen gegeben, aus denen acht Personen in die engere Wahl gekommen seien, so Bürgermeister Bodo Räke: "Diese haben wir, eine Findungskommission von vier Personen, zu persönlichen Gesprächen eingeladen, um eine endgültige Entscheidung zu treffen." Das Votum sei einstimmig zugunsten von Michael Sarach ausgefallen. Seine Erfahrung auf kommunalpolitischer und Verwaltungsebene sowie seine Ausstrahlung hätten den Ausschlag gegeben. "Meine Amtszeit geht nach nunmehr 15 Jahren zu Ende. Ich hoffe, dass alle SPD-Mitglieder, die mir in dieser Zeit das Vertrauen geschenkt haben, dieses jetzt auf Michael Sarach zu übertragen", sagt Räke. Räke: "Werde den Kandidaten voll unterstützen" Er selbst werde den Kandidaten nach besten Kräften unterstützen, denn seine fachlichen und menschlichen Qualitäten seien absolut überzeugend: "Er ist gut, er kann es." Doch wie will die SPD den Kandidaten und sein Programm bekannt machen? "Wir werden jetzt überall zusammen auftauchen. Auch wenn das bedeuten sollte, dass wir wie Wanderprediger von Tür zu Tür und von Betrieb zu Betrieb gehen müssen. Schließlich wollen wir nach Möglichkeit bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erzielen."

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