Hans Hermann Engelken zeigt nach Wahlschlappe Nerven

"Ein guter Demokrat muß auch verlieren können"

(ar). Das Glück, besser gesagt die Mehrheit des Horstedter Gemeinderates war während der konstituierenden Ratssitzung nicht auf der Seite des CDU-Fraktionsvorsitzenden Hans Hermann Engelken: Weder der Posten des Bürgermeisters noch der des ersten oder zweiten Stellvertreters war ihm vergönnt. Mußte er sich zunächst dem alten und neuen Bürgermeister Heinz-Dieter Gebers (SPD) beugen, sah er anschließend noch weitere Kontrahenten der SPD/FWG-Gruppe an sich vorbeiziehen.

Touché - der Stachel im Fleisch des Horstedter Hans-Hermann Engelken saß tief: Hatte der Kommunalpolitiker vielleicht im Vorfeld bereits mit einer Niederlage gegen Heinz-Dieter Gebers im Kampf um den Posten des Horstedter Bürgermeisters gerechnet, machte er sich doch Hoffnungen auf den Posten des ersten beziehungsweise zweiten Stellvertreters. Doch der Rat entschied anders: Reinhold Hariefeld (FWG) und Doris Heitmann (SPD) wurden Engelken vorgezogen. Letztere Wahl brachte für Engelken jedoch das Faß zum überlaufen: "Zu einem guten Demokraten gehört es auch anzutreten, wenn man keine Chance hat. Uns wird sogar stets eine gute Zusammenarbeit angeboten - doch das Ergebnis sieht man jetzt hier", zeigte sich der Kommunalpolitiker erbost. Kaum weniger heftig reagierte Heinz-Dieter Gebers: "Jahre-lang habe auch ich Niederlagen einstecken müssen - aber lautstark meinen Unmut darüber zu äußern, das habe ich nie getan. Zu einem guten Demokraten gehört es auch, Niederlagen einzustecken." Sprachs, und nahm somit seinem Gegenspieler den Wind aus den Segeln. Gebers dankte nach erfolgter Wahl nicht nur denen, die ihm ihre Stimme gaben sondern "auch denen, die mich am heutigen Abend nicht wählen konnten." Auf den erreichten Lorbeeren ausruhen, sei nicht sein Ding: "Viele Punkte gilt es anzupacken, gerade in der Ortsmitte. Der Alltag wird uns sehr schnell wieder einholen." Einmütigkeit zeigten die Horstedter hingegen über den Verzicht auf einen Verwaltungsausschuß. Bis Mitte nächsten Jahres gaben sich die Ratsmitglieder Zeit, eine neue Geschäftsordnung für die Wahlperiode 1996 bis 2001 zu erarbeiten. Die bisherigen Ausschüsse werden beibehalten: Der Straßen-, Planungs- und Umweltausschuß (Vorsitz Hans Hermann Engelken) wird mit elf Mitgliedern zu besetzen sein - der Kultur-, Jugend- und Sportausschuß (Vorsitz Hans-Georg Bohling) mit 19. Die zukünftigen Wegemeister heißen Wilhelm Indorf (Stapel), Reinhold Hariefeld (Winkel-dorf) und Uwe Freytag (Horstedt). Im Rennen um den Posten des Verwaltungsvertreters des Bürgermeisters setzte sich Reinhold Hariefeld (FWG) wiederum gegen Hans Hermann Engelken durch.

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