Bürgermeister und Verwaltungschef ziehen zufrieden Bilanz

"1996 wieder so einiges bewegt"

(fy). Noch einmal sitzen Ottersbergs Bürgermeister Gerhard Behrens und Verwaltungschef Jürgen Braun an einem Tisch. Doch schon bald wird das Bild der Vergangenheit angehören: Ende April geht der Gemeindedirektor in den wohlverdienten Ruhestand. Anfang Mai übernimmt dann Gerhard Behrens als erster hauptamtlicher Bürgermeister des Fleckens das Ruder.

"Es war durchaus eine schöne Zeit", resümiert schon jetzt Jürgen Braun, "und wenn ich immer gefragt werde, ob ich dann auch in Ottersberg bleibe, kann ich das überhaupt nicht verstehen. Hier war ich in meinem bisherigen Leben die längste Zeit an einem Ort und weiß eigentlich auch gar nicht, warum ich von hier wieder fortgehen soll." Vom Wahlbeamten zum Wahlottersberger: Ein halbes Jahr Probezeit, zweimal für zwölf Jahre gewählt, so liest sich die politische Karriere des Ottersberger Verwaltungschefs, der betont, mit allen, mit denen er zusammen gearbeitet habe, gut ausgekommen zu sein. Der Rückblick 1996 als Reminiszenz an Braun? Beileibe nicht. "Wir haben einiges bewegt mit der Verwaltung zusammen", beeilt sich denn auch Bürgermeister Behrens zu sagen. Sein Neun-Punkte-Plan: zwei Bebauungspläne für Posthausen, drei für Fischerhude, einer fürs Gewerbegebiet, einer für Quelkhorn, einer für die Lübecker Straße und der eine für Dunwisch, ja für Dunwisch. "Obwohl immer gejammert wird, es bewegt sich nichts, haben wir auch noch die siebte Flächennutzungsplanänderung auf den Weg gebracht." Auch im investiven Bereich habe die Gemeinde "viel bewegt", so Behrens, den Alten Weg ausgebaut, der allen Kritikern zum Trotz, zum Vorzeigeobjekt werden könnte, wenn die Anbindung an die Grüne Straße erst einmal fertig ist. Die steht für Mitte des nächsten Jahres in Aussicht, wenn der Umbau des Comet-Komplexes zum Abschluß gebracht sein wird, ein Vorhaben, auf das selbstredend auch die Ottersberger Gemeindeväter recht stolz sind, auch wenn, wie hinter vorgehaltener Hand gemunkelt wird, der große Wurf nicht gelang. "Auch die privaten Investitionen im Bereich Grüne/Große Straße können sich sehen lassen", so Behrens. Was jetzt noch fehlt, ist die optimierte Gestaltung des Kreuzungsbereichs. Braun: "Der Kreisverkehr ist nicht vom Tisch. Dazu werden wir angrenzende Grundstücke in Anspruch nehmen müssen. Aber das ist kein Problem. Ein Problem ist lediglich die Finanzierung", so der Verwaltungschef, der mit einer Realsierung "in den nächsten Jahren" rechnet. Das "ä" kommt arg gedehnt. "Mittelfristig", ergänzt der Verwaltungschef, "das heißt vielleicht in den nächsten fünf Jahren." Als nächstes sollen dann aber auch die Flächen vor der Kreissparkasse in der Grünen Straße in die Planung genommen werden. Ottersberg auf dem Weg zu einer Ortskerngestaltung? Skeptiker werden sich vielleicht auch in diesem Punkt schon im Jahr 1997 eines Besseren belehren lassen können. "Der Sportstättenbedarf ist gedeckt", schlägt Bürgermeister Behrens ein weiteres Kapitel Ottersberger Ortsgeschichte auf, "was jetzt noch folgt, sind lediglich Instandsetzungsarbeiten." Behrens spielt dabei insbesondere auf die Fertigstellung der Sportstätten in Otterstedt an. Fertig wurde in diesem Jahr aber auch das Dorfgemeinschaftshaus in Narthauen. Doch apropos Sportstätten: "Wir müssen auch über Skatebordanlage nachdenken. Einen möglichen Standort. Deren Finanzierbarkeit", sagt Braun mit Blick auf die Ottersberger Jugendlichen. Rund 100.000 Mark veranschlagen derzeit die Nachbarn aus Achim für eine solche Anlage. Braun: "Mittel, die man im Haushalt bereit stellen müßte." Der Etat 1997 liegt zwar auf dem Tisch, ist aber noch nicht einmal durch die Fraktionen. Schon Tage vorher jedoch relativiert die CDU-Opposition das positive Fazit aus dem Ottersberger Rathausgespräch. "Ob wir mit unseren Bebauungsplänen insbesondere für Dunwisch richtig liegen, wage ich zu bezweifeln", konkretisiert CDU-Chef Heinz-Ludwig Rebentisch seine Kritik. Einfamilienhausplätze wären in der Minderheit, obwohl doch auch das Rathaus gerade in diesem Punkt verstärkte Nachfrage anmeldete. "Wohnblöcke, Reihenhäuser, ein zweiter Marktplatz sind doch in Ottersberg gar nicht mehr gewollt."

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