Umfangreiche Baumaßnahmen - Überraschung im Obergeschoss

45 Unternehmen, 200 Handwerkern

(ww). Rund 14 Monate haben die Neu- und Umbaumaßnahmen am Rotenburger Heimatmuseum in Anspruch genommen. "Die Arbeit hat nicht nur viel Zeit, sondern auch einige Nerven gekostet", sagt Sarina Tappe, Vorsitzende des Rotenburger Heimatbundes, die zusammen mit zahlreichen Helfern viel Engagement in das Projekt investiert hat.

Vier Wochen Bauverzögerung, so Tappe, bedingt durch Feuchtigkeit im Bau hätten von den Beteiligten hingenommen werden müssen. "Aber bis zum Wochenende soll alles fertig sein. Auch wenn jetzt noch einige Bagger vor den Pforten des Museums stehen." Was der Wiederaufbau letztendlich gekostet habe, sei noch nicht abschließend berechnet worden. "Rund 2,3 Millionen Mark werden wohl herauskommen", meint die Vorsitzende des Heimatbundes. Das benötigte Geld sei durch Zuschüsse von Stadt und Landkreis, die Versicherung sowie durch großzügige Förderer und Sponsoren zusammengekommen. Rund 100 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr und 155 Polizeibeamte waren im Juni 2000 im Einsatz, um bei der Brandbekämpfung zu helfen. Kurz nach 13 Uhr stand erst ein Nebengebäude, in dem Heizungsanlagen und Toiletten untergebracht waren, in Flammen, gegen 19.30 Uhr wurde Feuer im Heimatmuseum gemeldet. Tappe: "Nicht nur der Brand, sondern auch das Löschwasser haben Schaden angerichtet. Schätzungsweise drei Millionen Liter sind nötig gewesen, um die Flammen zu ersticken." Die Aufarbeitung und Wiederherstellung der Exponate sei eine aufwendige Angelegenheit gewesen. "Wir haben eine ganze Menge gerettet, mussten uns aber auch von einigen Stücken trennen, weil die Restaurierung zu aufwendig wäre", so Tappe. Ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen: die gesamte Elektrik. "In diesem Bereich war alles kaputt und musste ersetzt werden." Beim Bau habe außerdem auf modernste wärmetechnische Verordnungen geachtet werden müssen. "Die Fenster, die wir eingesetzt haben, sind ein Stück größer als die alten. Das haben wir zunächst gar nicht bedacht, bis wir feststellen, dass die Gardinen nicht mehr passten", berichtet Tappe. Diese hätten nun neu angefertigt werden müssen: "Und zwar im Blaudruck, einem traditionellen Kunsthandwerk. Zum Glück haben wir in Jever noch einen Betrieb gefunden, der auf die Schnelle Kapazitäten frei hatte, den Auftrag zu übernehmen." Die Arbeit mit den beteiligten Handwerkerfirmen, betont die Vorsitzende des Heimatbundes, habe gut geklappt: "45 Betriebe, die größtenteils aus unserer Region stammen, waren mit rund 200 Arbeitern am Bau beteiligt." Bei der Gestaltung des Bauerngartens habe zudem das Bildungswerk Niedersächsicher Volkshochschulen (BNVHS) sehr geholfen. Neben einem abwechslungsreichen Programm erwartet die Besucher während des Wochenendes der offenen Tür (Samstag und Samstag, 18. und 19. August) eine Überraschung. "Im Obergeschoss werden wir ein Geheimnis lüften. Da haben wir et-was Tolles in unser Museum holen können, das uns während des Umbaustresses immer wieder Auftrieb gegeben hat", so Tappe. Natürlich hofften alle Beteiligten auf gutes Wetter, um die Wiedereröffnung zu einem vollen Erfolg zu machen.

28.02.2021

Landpark Lauenbrück

12.02.2021

Winterlandschaft in Rotenburg

22.12.2020

Weihnachtsbilder

29.10.2020

Herbstfotos der Leser