Radiomission feiert in Sottrum Jubiläum

40 Jahre Lutherische Stunde

(ar). Mittwochs und donnerstags, 19.43 Uhr beziehungsweise 19.30 Uhr, suchen Menschen in Mitteleuropa ebenso wie in Sibirien oder Nordafrika nach der richtigen Mittelwellen-Frequenz. Denn sowohl über "Radio Luxemburg" als auch über die "Stimme Russlands" geht eine Radiomission auf Sendung, die seit genau 40 Jahren existiert und inzwischen in Sottrum produziert wird: die Lutherische Stunde.

Deren Ursprung liegt in den USA: "Christen der Missouri-Synode setzten 1930 erstmals den Rundfunk zur missionarischen Verkündung ein und verbreiteten sie nach dem Zweiten Weltkrieg in der ganzen Welt", berichtet Dr. Horst Neumann, Geschäftsführer der Lutherischen Stunde, die sich in Deutschland 1959 gründete und die eng mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) zusammenarbeitet. Pastor Hans-Lutz Poetsch wurde seinerzeit mit dem Aufbau beauftragt - als erstes Büro diente seine Pfarrwohnung in Bremen. Galt es die ersten vier Jahre, amerikanische Beiträge zu übersetzen und dann über den Äther zu schicken, begann die eigene Produktion im Januar 1963. 1976 folgte der Umzug nach Clüversborstel. Seit 1991 heißt der Leiter der Lutherischen Stunde Dr. Horst Neumann, und die Rundfunkmission ist in einem eigenen Haus in Sottrum untergebracht. Ziel ist es nach wie vor, "Jesus Christus als Heiland und Erlöser zu bezeugen. Was auf der Basis der Heiligen Schrift als einzige Regel und Richtschnur des christlichen Glaubens und Lebens, wie sie in den Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Reformation, im sogenannten Konkordienbuch von 1580 ausgelegt wird", so Neumann. In erster Linie gelte es, Nichtchristen mit dem christlichen Glauben anzusprechen. "Das versuchen wir über unsere Sendungsinhalte. Zusätzlich geben wir Materialien heraus. Als Argumentationshilfe im Gespräch mit Nichtchristen." Die Manuskripte liefern Pfarrer, aber auch Gemeindeglieder oder Hauskreise. Produziert wird in Sottrum, gesendet im Ausland, denn: "Vereine kommen hier nicht in öffentlich-rechtliche Sender und die regionalen UKW-Sender decken nicht den gesamten deutschsprachigen Raum ab, können somit also nur zusätzlich genutzt werden", so der Direktor. Die Lutherische Stunde sei ein reines Glaubenswerk, das keine regelmäßigen Zuschüsse erhalte und fast alle Schriften auf Spendenbasis abgebe. Am Samstag, 23. Oktober, wird jedoch nicht auf den Pfennig geachtet - da wird gefeiert: der 40. Geburtstag. Beginn ist um 14 Uhr mit einem Gottesdienst in der Sottrumer Zionskirche. Anschließend geht´s zur Geschäftsstelle "An der Bahn 51" zur Besichtigung der Radiomission.

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